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700 tolerante Geraer Bürger gegen mehr als 3.900 Nazis in der Stadt

Am vergangenen Sonnabend waren in Gera viele Leute auf der Straße. Auf der einen Seite nach Polizeiaussage rund 3.900 NPD-Sympatisanten, auf der anderen etwa 700 Gegendemonstranten, mutige Bürger von Gera und Umgebung, die gegen den Auftritt der Rechten Stellung beziehen wollten. Das Großaufgebot der Polizei setzte sich aus hunderten Beamten der Polizeidirektion Gera, der Bereitschaftspolizei Thüringen sowie aus den Polizeidirektionen Thüringens, der Bundespolizei und den Landespolizeien aus Bayern und Niedersachsen zusammen. Einsatzleiter Polizeioberrat Thomas Quittenbaum wertete das Versammlungsgeschehen insgesamt als sehr friedlich. Das Einsatzkonzept der Polizei, die Versammlungsfreiheit und einen friedlichen, störungsfreien Verlauf zu gewähren, sei aufgegangen.
Das als Versammlung der NPD getarnte Nazikonzert auf der Spielwiese vermochte es, Tausende aus Thüringen, Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Bayern, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen zu rekrutieren.
Zwar waren auch viele Bürger auf dem Museumsplatz zusammen gekommen, um dem Naziaufmarsch die Stirn zu bieten. Auch der Demonstrationszug durch die Innenstadt und die friedliche Sitzblockade auf der Heinrichsbrücke konnten sich sehen lassen. Doch fragt man sich, wieso so viele Geraer nicht dabei waren. Sollte es doch allen ein Anliegen sein, ihre Stadt gemäß dem Motto "Gera bunt - tolerant und weltoffen" zu halten.

( NG/chs, 17.07.2009 )

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