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Stadtteil Bieblach bedarf weiterhin der Förderung

Das Zauberwort heißt "Die soziale Stadt". Es ist ein seit zehn Jahren bestehendes Programm für die Gestaltung liebens- und lebenswerter Stadtteile. Die Urheberschaft schreibt sich die SPD zu, die sogar salopp das Vorhaben als "unser Baby" bezeichnete. Was Gera betrifft, da sind die Stadtteile Bieblacher Hang (besteht 50 Jahre) und Bieblach Ost (besteht 23 Jahre) in das Bund-Länder-Programm einbezogen.
Der Information über den Stand der Dinge galt ein Arbeitsbesuch des Bundesministers für Verkehr und Bauwesen, Wolfgang Tiefensee (SPD). Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm wählte bei der Begrüßung in Anspielung auf das Körpermaß und den Geburtsort Gera des Ministers den scherzhaften Vergleich: Wir freuen uns darüber, einen Großen unserer Stadt in unserer Stadt als Gast zu haben. Zur Begleitung des Ministers gehörte der SPD-Bundestagsabgeordnete Volker Blumentritt.
Bei der Besichtigung vieler Zeugnisse dafür, wie sich Gera verändert, einigte man sich auf die Einschätzung: Der Stadtumbau Ost macht Fortschritte, aber es besteht kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Deutlich wurde das im Gespräch mit Bürgern, die sich vor dem Stadtteilbüro Bieblach eingefunden hatten. Diese Anlaufstelle für die Einwohner gibt es seit 2001. Sie ist ein Kind des Förderprogramms "Soziale Stadt" und scheint sich bewährt zu haben. Über das jüngste Beispiel berichteten die Stadtteilmanagerin Steffi Sauerbrei und die Leiterin der Kontaktstelle Gera vom Deutschen Familienverband, Dagmar Pilz.
Der Minister wurde an eine Glaswand geführt, beklebt mit Dutzenden "Wunschzetteln". Die Stadtteilmanagerin hatte sich mit der Frage "Was wünschen Sie sich für Bieblach?" an die Einwohner gewandt. Und siehe da: Viele nutzten ihr gutes Recht zur Meinungsbildung. Das Spektrum der Äußerungen reicht von "Mir gefällt alles gut" über "In unserem Revier fehlt ein Bäcker" bis zu "Wir brauchen attraktivere Kinderspielplätze".
Die Gäste passierten einen mit tollen Gemälden geschmückten Gang. Wiederum gefördert durch das Stadtteil-Sozialprogramm trafen sie auf eine Malgruppe des Familienverbandes. Weitere Gremien des Vereins sind eine Gruppe "Englisch für Kleinstkinder", eine Senioren-Sportgruppe und andere. Aktivposten für die Bieblacher sind dabei die vielen Ehrenamtlichen. Einrichtungen, Vereine, Schulen und weitere Partner kooperieren. Gemeinsam freut man sich, wenn’s in Bieblach vorwärts geht, so bei der Aufwertung der Parkanlage "Grüne Mulde".
Minister Tiefensee versicherte: In Bieblach gibt es weiterhin besonderen Entwicklungsbedarf, vor allem, um die Abwanderung zu stoppen. Deshalb gilt es, weitere Modellprojekte "Soziale Stadt" zu starten. Bundesweit stehen derzeit 110 Millionen Euro zur Verfügung. Auch das von der Großen Koalition aufgelegte Konjunkturprogramm enthält Maßnahmen zur Stadtteilentwicklung. Da Wahlzeiten sind, konnte sich der Minister den Seitenhieb nicht verkneifen: Bei einem Sieg von Schwarz-Gelb dürfte das Programm "Soziale Stadt" ernsthaft gefährdet sein.

( Harald Baumann, 17.07.2009 )

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