Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Mit Schatzkarte durch das Weltentor

Wie geplant öffnete der Fantasy-Themenpark Weltentor in der Ronneburger Neuen Landschaft Anfang Juli seine Pforten. Allerdings ohne laute Böllerschüsse und großen Kanonendonner, denn vor etwa vier Wochen meldete das Unternehmen Insolvenz an. Insolvenzverwalter wurden eingesetzt, und für diese stand fest: Der Geschäftsbetrieb musste aufrechterhalten werden, im Gegenteil, die Besucherströme sollten noch verbessert werden. So beschrieb Rechtsanwalt Michael Bleek seinen Einsatz. Im Juli seien die Löhne gesichert, und die Lieferanten erhalten ebenfalls ihr Geld. Wie es im August weitergeht? Der Insolvenzverwalter sieht die Zukunft des Fantasyparks gar nicht so schwarz. Natürlich hänge viel vom Wetter ab, aber wichtig sei das Finden eines Investors. Und Interessenten würden sich fast täglich auf dem Gelände melden, bestätigten auch die drei Geschäftsführer.
Von all dem merkt aber der Gast, der das Weltentor durchschreitet, nichts. Er kann, ob nun in entsprechender Kleidung gehüllt oder nicht, eintauchen in das mittelalterliche und fantastische Ambiente. Er findet eine Fülle von Gelegenheiten zum Sehen, Staunen und Mitmachen vor. Es gilt, ein großes oder kleines Abenteuer zu bestehen. "Wobei Kinder viel schneller das Spielangebot annehmen", hatte Leonard Tulipan, einer der Geschäftsführer, beobachtet. Erwachsene müssten erst eine Hemmschwelle überwinden. Da ist der sechsjährige Chris aus Pörsdorf, der mit seiner Mutti und Oma einen Tag im Park verleben durfte, ganz anders. Er hat seine Schatzkarte ausgebreitet und ist ganz begierig, die entdeckten Punkte aufzukleben.
700 Besucher täglich benötigt das Weltentor, um kostendeckend zu arbeiten, überlegt Michael Bleek. Da heißt es tüchtig die Werbetrommel rühren, um den Park deutschlandweit bekannt zu machen. In seiner Art ist er einmalig, denn nicht halsbrecherische Schaugeschäfte, wie es in anderen Parks üblich ist, stehen hier im Mittelpunkt. Obwohl die Bauarbeiten jetzt abgeschlossen sind, gilt es noch, einige Ideen zu verwirklichen. So soll es zum Beispiel in der Bogenschießanlage Schnupperkurse geben, Übernachtungen im Heu und vieles andere. Zu den bestehenden Übernachtungsmöglichkeiten in Blockhäusern oder Zelten sind weitere geplant. Und wer weiß, vielleicht geistert ja nachts der Ritter Kunibert mit seiner verblichenen Kunigunde durch die Gegend.
An diesem Wochenende wird von Freitag, 10. Juli, bis Sonntag, 12. Juli, letztmalig in dieser Saison das große Ritterturnier des Showteams Kaiser angeboten. Richtig zur Sache geht es bei Dreharbeiten zu einem Internet-Trailer. Etwa 50 Schauspieler und Statisten mit Kamerateam werden das Gelände unsicher machen. Besucher, die ein entsprechendes Gewand tragen, können sogar als Statisten mitwirken.
Neu ist auch ein Tavernenspektakel bei Bier und Met in der Burgschänke: freitags und sonntags ab 17 Uhr, samstags ab 18 Uhr. Und wer sich bei seiner Abenteuertour stärken will, findet überall ein Plätzchen zum Abtauchen.

( Helga Schubert, 10.07.2009 )

zurück