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Nach Verjüngungskur Lusaner Plattenbauten einfach Klasse

Mit der begonnenen grundhaften Verjüngungskur für die Lusaner Plattenbauten nimmt das Oberzentrum Gera in Thüringen und in den neuen Bundesländern eine Vorreiterrolle ein. Diese Aussage traf Thüringens Wirtschaftsminister Franz Schuster bei einer Besichtigung des Pilotprojektes "Umgestaltung des Wohnquartiers Ahorn-, Eichen- und Zeulsdorfer Straße". Der Minister, den OB Ralf Rauch begrüßt hatte, weilte auf Einladung der Geraer Wohnungsgesellschaft (Gewo) in Lusan, wo die Bauherren Gewo und WBG Union 683 Wohnungen komplex neu gestaltet, 35 sogenannten barrierefreien Wohnungen und eine stark besuchte Begegnungsstätte neu gebaut, 387 Stellplätze in Tiefgaragen und auf Parkdecks geschaffen und darüber hinaus ein Geschäftshaus errichtet haben. Gewo-Geschäftsführer Horst Richter berichtete dem Gast mit berechtigtem Stolz, dass mit dem 1994 gestarteten Pilotvorhaben attraktive moderne Wohnungen entstanden, für die eine zunehmende rege Nachfrage besteht (Miete zwischen 7.50 und 8.50 Mark je Quadratmeter). Nach dem bewährten Gewo-Leitspuch "Wohnen - wir machen was daraus" sind Wohnungen in Neubauqualität entstanden. Das wiederlegt alle Unkenrufer, die nach der Wende die Plattenbauten schmähten und am liebsten abgerissen hätten. Schuster nahm selbst eine der umgestalteten Wohnungen in Augenschein. Durch Grundrissänderung wurde eine 4-Raum-Wohnung mit 82 m2 Fläche geschaffen, wovon allein das Wohnzimmer 24 m2 hat. so wie hier sind häufig vergrößerte Grundrisse geschaffen worden. Alle umgestalteten Blocks erhielten Balkone oder Wintergärten sowie Fahrstühle. Die Hauseingänge wurden variabel und farblich ansprechend gestaltet. Vor und hinter den Häusern entstanden schmucke Grünflächen. Natürlich konnte das Modellvorhaben nur realisiert werden, weil Land und Bund Unterstützung gaben. So flossen 55,4 Millionen Mark Wohnungbaufördermittel und 30,4 Millionen Mark Städtebaufördermittel ins Wohngebiet Lusan. Von Neues Gera auf den weiteren Fortgang der Verjüngungskur angesprochen, verwiesen Schuster und Richter u. a. auf mögliche Projekte zur Wohnungsumgestaltung in der Eichenstraße und der Elfgeschosser in der Karl-Matthes-Straße. Schwerpunkte seien künftig der verstärkte Rückbau hoher Geschossbauten und die Grund-rißvergrößerung. Schuster stellte für künftige Vorhaben erneut Fördermittel in Aussicht. Sorgen bereitet in Lusan allen Beteiligten die zu geringe Zahl von Freizeiteinrichtungen für Jugendliche und die wachsende Sanierungbedürftigkeit der Schulen. So wie eine Schwalbe noch keinen Sommer macht, so behebt das gelungene Pilotprojekt noch nicht die generelle Situation in Lusan, dem größten Plattenbaustandort Thüringens. Die bisherige Verjüngungskur hat erst ein reichliches Drittel des Wohnungsbestandes erfaßt. Von den "Unsanierten" stehen inzwischen zahlreiche leer.

( NG/HB, 21.08.1999 )

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