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Schülerlotsen verdienen sich Respekt

So oft wie an jenem Dienstag sind die Hortkinder der 1c aus der Regelschule Otto Dix noch nie an der gleichen Stelle über eine Straße gegangen. Sie haben sich inzwischen an ihren täglichen Weg gewöhnt. Aber als ABC-Schützen mögen sie die Hilfe der Schülerlotsen aus ihrer Schule dort am Überweg zum Naumannplatz schon genossen haben. Nun durften sie denen in ihrem Stadtwettbewerb helfen. 15 Jungen und Mädchen traten zu den Prüfungen an; erst in der Theorie zu Verkehrsverhaltensfragen, dann an einem Reaktionstestgerät und schließlich noch in typischer Verkehrssituation als Helfer am Überweg einer stark befahrenen Straße. Rolf Langheinrich hatte es sich als früherer Verkehrserzieher nicht nehmen lassen, auch dieses Jahr wieder Punkte für das korrekte Winken zu vergeben. Meistens nickte er zufrieden über ordentliche Blickverständigung zwischen den immer gemeinsam arbeitenden zwei Lotsen vor Betreten der Fahrbahn und eindeutige Zeichen an die Fußgänger.
Auch die vollständige Ausrüstung mit Poncho, Kelle, Mütze und Lotsenbuch gehört zu den Kriterien. Klingt leicht, ist aber wichtig und verantwortungsvoll. Immerhin re-gistriere man in Gera z.B. zu Schuljahresbeginnen seit Jahren keine Unfälle mehr mit verletzten Kindern, verwies Polizeioberkommissar Mike Schramm auf Zusammenhänge mit den Schülerlotsen.
Deren städtischen Wettstreit gibt es immerhin schon seit 1994. Nur sind es leider weniger Schulen geworden, die sich daran beteiligen. Polizeihauptmeisterin Monika Zacke bildet dazu noch an der 4. Regelschule Lusan und an der Dix-Schule in Untermhaus Interessenten aus. Voraussetzung sind: das Alter ab 13 Jahre (7. Klasse) und die Bestätigung von der Schulleitung als zuverlässig. Manche machen das schon länger, denn außer dem Geraer Wettbewerb gibt es noch einen Wettstreit auf Landesebene. Die zwei Erstplatzierten fahren dafür am 3. und 4. September nach Saalfeld. Einen Gerschen Sieg gab es darin zuletzt wohl 2004. Ob es in diesem Jahr nun Franziska Behrens (14) oder Johannes Jäger (16) gelingen wird?
Beide Sieger kommen aus der Otto-Dix-Schule. Der Heimvorteil war sicher nur klein. Jetzt werden sie sich auf etwas schwierigere Aufgaben zum Thüringenvergleich vorbereiten. Zuletzt schickten sieben Städte ihre Teilnehmer dahin. Am aufgeregtesten erschienen dem Beobachter der Szenerie übrigens die Kraftfahrer. Womöglich wegen des ungewohnten Polizei-Aufgebots am Zebrastreifen. Die Beteiligten blieben ganz bei der Sache; auch die 1c mit ihrer Hortnerin als geduldige Statisten an einem außergewöhnlichen (Wander-)Nachmittag.

( Thomas Triemner, 08.05.2009 )

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