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Was folgt nun auf die Sport-Analysen?

War es seine letzte Amtshandlung als Vize- oder im Grunde doch schon eine erste Arbeit als designierter Präsident des Geraer Stadtsportbundes? Dr. Rainer Willms präsentierte beim 7. Stadtsporttag vor gut besetztem Gremium den heimischen Vereinen die Analyse-Ergebnisse zur Szene-Umfrage in 2008 in einem Kurzvortrag mit vielen Diagrammen. Da war er ganz in seinem Element. Denn Soziologie ist sein früheres Fachgebiet. Über all die Ergebnisse wird sich die gesonderte Betrachtung lohnen.
Für den danach einstimmig und praktisch ohne alle Nachfragen zum Nachfolger von Wolfgang Reichert gewählten Repräsentanten des Geraer Sports wird diese umfängliche Datenerhebung ein Fundus für anstehende Probleme wie erklärende Hintergründe, d.h. für seine Arbeit in der Vielleicht-Noch-Sportstadt sein. Man traut ihm eine Menge zu. Immerhin brachte er ja als Vorsitzender mit seinem Förderverein Tanzen e.V. durch die Europameisterschaft 2006 und Welttitelkämpfe 2007 die in den letzten Jahren hochkarätigsten und sponsorenträchtigsten Sportveranstaltungen in die Stadt und bewies dafür über ein Jahrzehnt lang einen langen Atem.
An seine Seite wählten die Delegierten nun Markus Morbach (Vizepräsident), Armin Allgäuer (Schatzmeister), Wolfgang Droigk (für Kinder- und Jugendsport), Andreas Lauterbach (für Breiten- und Freizeitsport), Gitta Zschach (Frauen- und Gesundheitssport), Sabine Günther (Aus- und Weiterbildung) sowie Uwe Müller (Pressewart). Der eigentlich Neue ist Morbach; quasi als Vertreter des wichtigsten Förderers aus der Geschäftsführer-Riege der Sparkasse Gera-Greiz. Reichert, die bisherige Nummer 1, hält seine sechs Jahre Vorsitz im Präsidium für "persönlich ausreichend" und dankte bewegt maßgeblichen Mitstreitern sowie den etwa 1.500 Ehrenamtlichen (mit rund 260.000 Arbeitsstunden pro Jahr) in Geras Sport.
Ihm oblag es, nochmals die übliche Bestandsanalyse tendenziell auszuwerten: 109 Vereine mit 13.990 Mitgliedern bedeutet erfreulichen Zuwachs um 800 Aktive. Differenziert sagt das auch: Plus bei den bis 14jährigen; erhebliche Rückgänge im Jugendalter bis 18. So warb er erneut für mehr Partnerschaften mit Kindereinrichtungen und Schulen in Projekten. Auch für diejenigen, die sich fit halten wollen, um im Alter ein selbstbestimmtes Leben zu führen, habe er oft den Eindruck, dass die Vereinsangebote den Interessen noch zu sehr hinterher hinken. Wenn in Mannschaftssportarten Vereine Wettkampfteams nicht zusammen brächten, mögen Partner zusammen kommen und dabei gerade auch an die Mädchen denken. Seinem "grundsätzlich positiven Resümee" zur Privatisierung/ Übernahme von Sportstätten durch Vereine folgten kurz darauf Forderungen, im Lande die unentgeltliche Nutzung von Sportanlagen für Vereine aufrecht zu erhalten. Interessiert verfolge er die Zusammenarbeit mit dem neuen Fachdienst Bildung und Sport in der Stadtverwaltung, die besser geworden sei.
Die Finanzberichte bescheinigten dem Stadtsportbund gesund dazustehen. Der Landessportbund würdigte Wolfgang Reicherts Einsatz, kluges Argumentieren und strategisches Denken mit der GutsMuths-Ehrenplakette in Silber. Die Auswertung der Geraer Vereins-umfrage musste dennoch wie ein (noch verhaltenes) Ko-Referat wirken.

( Thomas Triemner, 13.03.2009 )

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