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Krümel, Perlboot und Co. bekommen Geldspritze

Gut aufgehoben und umsorgt wissen die Eltern ihre Kleinen im Kindergarten "Am Wald" in der Vollersdorfer Straße. Als die 1996 zur DRK gehörende Einrichtung - sie hatte bereits eine 40-jährige Wismutzugehörigkeit hinter sich - zu schließen drohte, nahmen die Eltern und Erzieher kurzerhand selbst die Geschicke des Kindergartens in die Hand und gründeten eine Elterninitiative, die bis heute Träger der Einrichtung ist. "Das waren anfangs schwere Jahre", erinnert sich die Leiterin Ines Brehme-Schmidt, doch immer sei auf die Mütter und Väter Verlass gewesen. Sie griffen zu, wenn es um Renovierung und Umbau ging.
Heute ist der Kindergarten "Am Wald" eine schmucke Einrichtung. Fenster und Fassaden entstanden neu, Innenräume und Sanitäranlagen wurden modernisiert, und das Platzangebot hat sich nahezu verdoppelt. Ganz besonders stolz ist die Leiterin auf den schönen Garten, der fast in den anschließenden Stadtwald übergeht. "Nun wünschen wir uns noch einen separaten Garten für die ganz Kleinen", sagte sie. Zwar könnten sie auch im großen Gelände spielen, aber sie benötigten auch eine Rückzugsmöglichkeit auf einem eigenen Spielplatz. Dieser Wunsch kann jetzt in Erfüllung gehen und in Angriff genommen werden, denn aus der Hand der amt. Ministerpräsidentin Birgit Diezel erhielten sie einen Fördermittelbescheid.
Die Einrichtung "Am Wald" gehört mit zu den zehn Kindertagesstätten in Gera, die in den Genuss der Fördermittel in Höhe von insgesamt 470.000 Euro kommen. Das Geld stammt aus dem Investitionsprogramm "Kinderbetreuungsfinanzierung 2008 bis 2013", das die Bundesministerin Ursula von der Leyen angeschoben hat. "Wir wollen Eltern und Familien als unsere Partner stärken, damit sie sich für Kinder entscheiden", bestärkte Birgit Diezel das Vorhaben. Thüringen sei Vorbild in der Bundesrepublik. "Schließlich sind die Thüringer Betreuungsquoten vorbildlich", meinte sie. Ziel der Bundesregierung sei es, nach Abschluss der Ausbauphase ab 2013 bundesweit allen Kindern vom ersten Lebensjahr an einen Platz anbieten zu können. "In diesem Punkt ist Gera Vorreiter für ganz Deutschland", ergänzte der OB, "denn bei uns haben Kinder diesen Rechtsanspruch bereits".
Die Fördermittelbescheide betreffen Anträge aus dem Jahr 2008. Dafür hat die Kommune bereits mehr als 102.000 Euro an Eigenmitteln aufgebracht. In den Genuss der Fördermittel kommen die Einrichtungen Haus des Kindes, Frohes Leben, Am Fuchsturm, Am Maulwurfshügel, Am Schreberweg, Grashüpfer, Krümel, Kinderglück und Perlboot. Für dieses Jahr liegen 15 weitere Anträge vor mit einem Volumen von 530.000 Euro. Insgesamt stehen der Stadt aus dem Bundestopf knapp 2,1 Millionen Euro zu. Mit dem Geld soll nicht nur das Platzangebot erweitert und gesichert werden, sondern vor allem notwendige Sanierungen vorgenommen werden, damit alle Kindertagesstätten ein einheitliches gutes Niveau aufweisen können, wünscht der Oberbürgermeister.

( Helga Schubert, 06.03.2009 )

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