Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Ohne Kopfzerbrechen ins kommende Jahr 2000

Mit einer Bilanzsumme von 584 Millionen Mark und einem Gewinn von 458 000 Mark wurde das Geschäftsjahr 1998 der Geraer Bank e.G. abgeschlossen. Dies konnte Vorstandsvorsitzende Gabriele Klöpfel den Mitgliedern in der Generalversammlung mitteilen. "Es ist ein gutes Ergebnis", stellte Gabriele Klöpfel im Pressegespräch fest", denn das wirtschaftliche Umfeld sei unverändert schwierig. So freue sie sich ganz besonders, dass die Generalversammlung zugestimmt habe, fünf Prozent Bruttorendite an die rund 3000 Mitglieder auszuzahlen.

Für die Geraer Bank ist es das fünfte Geschäftsjahr nach der Fusion der ehemaligen Raiffeisenbank und der Volksbank Gera. "Der Zuwachs an Einlagen zeigt, dass uns die Kunden ihr Geld anvertrauen", ist sich die Vorstandsvorsitzende sicher. 491,3 Millionen Mark stehen hier zu Buche. Das entspricht einer Steigerung von 9,7 Prozent. Das will die Bank mit attraktiven Angeboten halten.
Das Kundenkreditvolumen stieg um 10,7 Prozent. Die Bankexpertin führt diese Steigerung auf eine verstärkte Nachfrage nach Finanzierungsmitteln für den Wohnungsbau zurück. Die Bank bemühe sich aber auch ihrerseits, schnelle Entscheidungen zu treffen. "Innerhalb 24 Stunden, wenn alle nötigen Vorlagen vorhanden sind", versicherte Gabriele Klöpfel. Sie hofft, dass das neue Wohnungsbaukonzept der Bank auch in den nächsten Jahren noch anhält. Das Firmenkreditgeschäft dagegen sei auf Grund der hohen Insolvenzzahlen nach wie vor ein Risikogeschäft.
Einen nicht unerheblichen Anteil an der guten Entwicklung des Hauses hat das Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäft. "Die Aufgeschlossenheit gegenüber Aktien hat zugenommen" schätzte die Vorstandsvorsitzende ein. Und sie meint weiter, dass sich vor allem der Börsengang von Telekom positiv ausgewirkt habe. Knapp 1500 Kundendepots wurden zum Bilanzstichtag bei der Geraer Bank geführt. Das entspricht immerhin einer Steigerung von 18,5 Prozent. Insgesamt wurden für 31,8 Millionen Wertpapiere angekauft und für 13,3 Millionen Mark Wertpapiere verkauft.
Kopfzerbrechen bereitet die magische Zahl des Jahrtausendwechsels der Geraer Bank nicht mehr. "Wir beschäftigen uns bereits seit vergangenem Jahr mit der Umstellung", gibt Gabriele Klöpfel zu. Rund eineinhalb Millionen Mark habe das schon gekostet. Dadurch seien die Haushaltausgaben auch höher als sonst. So wurden zum Beispiel bereits neue Geldautomaten angeschafft, die für das neue Jahrtausend und die Umstellung auf Euro gerüstet sind. Tests haben ergeben, dass alles funktioniert. "Es gibt keine Probleme für uns", sagte sie zuversichtlich.
Unsicher dagegen sei, wie lange die Geraer Bank e.G. als Einzelgenossenschaft bestehen kann. Generell herrsche ein allgemeiner Trend zur Fusion, es gebe bereits ein Strategiepapier der Volks- und Raiffeisenbanken. Doch vorerst sei dies kein Thema für sie. Stattdessen möchte sich das Haus in der Leipziger Straße ausdehnen und seitlich erweitern. Aber auch das sei noch Zukunft.

( 31.07.1999 )

zurück