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Vergangenheit und Gegenwart reichen sich die Hand

Im Goethe-Gymnasium/Rutheneum stehen zurzeit nicht Physik oder Chemie auf dem Stundenplan, sondern Texte proben, Musikstücke und Chorlieder üben, Dekorationen basteln, organisieren und Zeitpläne überprüfen. Lehrer und Schüler gleichermaßen sind mit den Vorbereitungen auf die große Festwoche zum 400. Geburtstag der Bildungseinrichtung beschäftigt. "Wir treten jetzt in die heiße Phase", gab Direktor Dr. Joachim Hensel zu.

Die Festwoche vom 26. September bis 3. Oktober soll nicht nur die Schulannalen krönen, sondern auch zu einem herausragenden Ereignis für die Stadt Gera werden. Als solches würdigte auch Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm das Schuljubiläum, um den sich vor allem der Förderverein mit seinen 240 Mitgliedern verdient gemacht habe. "Eigentlich haben wir mit den Vorbereitungen bereits 1999 begonnen", verriet der Direktor. "Fast neun Jahre haben wir uns damit befasst, doch in drei Wochen ist alles vorbei", sagte er fast bedauernd.
Worte des Dankes fand Dr. Hensel für die großzügige Unterstützung durch Sponsoren und natürlich für den Förderverein, der fast das gesamte finanzielle Konzept trägt. Über die Jahre sei gezielt auf das Fest hin gespart worden, und vom Finanzamt habe es dafür eine Sondergenehmigung gegeben, denn als gemeinnütziger Verein müssten ja sonst die Einnahmen im Jahr wieder ausgegeben werden. Aufgestockt wurde das Budget noch durch Lottomittel von 3000 Euro, und außerdem schreibe die Stadt auch keine großen Rechnungen, betonte Vereinsvorsitzender Michael Uhlig. Auch die Stadtverwaltung erhielt ein Dankeschön, die den Organisatoren viele bürokratische Hürden genommen hat, wie das Verlegen des Höhlerfestes, Genehmigungen für Öffnungszeiten und Aufstellen von Ständen am 3. Oktober und andere Formalitäten.
Eröffnet wird die Festwoche am 26. September mit einem Festakt im Konzertsaal mit Musik und Festreden von Ministerpräsident Dieter Althaus, dem Nachfahren des Schulgründers, Heinrich XIII. Reuss, Elternvertreter und weiteren. Alle 806 Plätze im Konzertsaal sind ausgebucht.
Bis auf die letzte Karte ausverkauft ist auch bereits das Pennetreffen Ehemaliger am 27. September im Kultur- und Kongreßzentrum. "Die Resonanz hat alle unsere Erwartungen übertroffen, denn wir konnten mit 1500 Karten nicht alle Wünsche befriedigen", bekannte der Schuldirektor. Immerhin kämen zwei Drittel der Gäste von außerhalb. Viele der ehemaligen Ruthenen hätten in anderen Regionen Deutschlands oder im Ausland Wurzeln geschlagen, leiten ein Unternehmen oder sind in leitenden Positionen tätig. Mit ihnen will Oberbürgermeister Dr. Vornehm ins Gespräch kommen. Vielleicht könne man ja Zukunftsprojekte besprechen, überlegte er.
Um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft geht es auch in den anderen Veranstaltungen der Festwoche. Möglichkeiten für die Zukunft der Schüler zeigt zum Beispiel das Europäische Kolloquium am 30. September auf. Dabei geht es um Lernen und Arbeiten in Europa. Die Krönungsmesse von Mozart, gestaltet vom Konzertchor, der durch ehemalige Chormitglieder aufgestockt wurde, Solisten und Orchester stehen im Mittelpunkt des Festkonzertes am 2. Oktober. Vergangenheit und Gegenwart reichen sich am 3. Oktober die Hand.
Zwischen beiden Schulstandorten Nicolaiberg und Johannisplatz gibt es für alle Geraer und Gäste ein buntes Programm mit Musik, Theater, Modenschauen, Sport und Ausstellungen. Sogar die Namensgeber der Schule, Johann Wolfgang von Goethe, und der Gründer, Heinrich Posthumus, werden dabei sein.

( Helga Schubert, 19.09.2008 )

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