Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Schönheit der Salvatorkirche soll voll zur Geltung kommen

Wie kaum ein anderes Gebäude prägt die Salvatorkirche das Stadtbild von Gera. Hoch ragt sie mit einem imposanten Treppenaufgang an höchster Stelle der Stadt hervor. Das im Jugendstil errichtete Innere ist unvergleichlich schön und wird immer wieder bewundert. Von der äußeren Hülle, die barocken Ursprungs ist, sieht man derzeit nicht viel, denn seit einem Jahr ist sie eingerüstet.
"Aber die Fassade war auch nicht mehr ansehnlich", die letzten Putzarbeiten hätten in den 50-er Jahren stattgefunden, wusste Pfarrer Stephan Buchenau. Mit den Sanierungsarbeiten wurde bereits Herbst 2006 begonnen. "Wir können nur Schritt für Schritt vorgehen, so wie das Geld reicht", sagte er. Hilfe kündigte sich von der bundesweiten Evangelischen Stiftung für Kirchenbau (Kiba) mit der Aktion 1+1=3.
Was verbirgt sich dahinter? Horst Richter, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates, kann es schnell erklären: "Die Stiftung hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen, bei der sie je Spende die Hälfte dazulegt". So würden aus zehn 15 Euro und aus 200 Euro 300. 113 Kirchgemeinden hätten sich darum beworben, "und wir sind dankbar, dass die Salvatorkirche unter den 30 von einer Jury ausgewählten Kirchgemeinden dabei war", freute sich Horst Richter. Der Zwischenstand per 31. Juli weist auf, dass 67 Geraer bis dahin 7137 Euro auf das Konto der Kiba eingezahlt haben. "Es hätte etwas mehr sein können", bedauerte der Vorsitzende, trotzdem sei die Kirche dankbar für jeden Euro, auch wenn in anderen Kirchgemeinden etwas mehr Geld zusammengekommen sei, so zum Beispiel im sächsischen Herrenhut, wo es 265 Spender mit einer Gesamtsumme von 35.436 Euro gab.
Doch die Aktion ist noch nicht zu Ende. Bis zum 30. September haben Bürger und Gewerbetreibende noch die Gelegenheit, etwas zur Erhaltung der Salvatorkirche bei Kiba zu spenden. Rund 10.000 Euro hätten sie sich von der Aktion erhofft", gab Pfarrer Buchenau zu. "Es bleibt ja noch viel zu tun". Das Geld soll mit für die Sanierung der Zeltdächer über den Seiteneingängen verwendet werden. Zurzeit wird der Mittelteil des Turmes saniert. Hier sind Sandsteinreparaturen angesagt. Außerdem erfolgen statische Prüfungen, das Sichern und Verfugen von Rissen. Zu den Dachklempnerarbeiten gehören die Kupferdachneudeckung der Treppenhäuser, die Reparatur der Krone, das Erneuern der Regenrinnen, Fallrohre und Blitzschutz.
Doch kaum ist eine Arbeit beendet tut sich die neue auf. Es habe sich herausgestellt, dass das Dach und der Dachstuhl dringend vor allem anderen, zum Beispiel der Fassadensanierung, erneuert werden muss, bestätigte Stephan Buchenau. Da entstehen Kosten von rund 165.000 Euro. Das kann die Kirchgemeinde natürlich nicht alleine schaffen.
"Das können wir nur mit Hilfe von Städtebauförderung", ist er sich sicher. Horst Richter hofft, dass die Stadt weiter zu ihrem Wort steht und die Kirche finanziell unterstützt, denn bei allen Fördermitteln sind Eigenmittel vonnöten. Auch andere Geldgeber wie die Stiftung Denkmalschutz oder die Landeskirche werden angezapft, versicherte der Gemeindekirchenratsvorsitzende.
Doch zunächst gehe es noch einmal um den Endspurt bei Kiba. Alle Geraer, die etwas spenden wollen, können ihre Spende unter dem Stichwort "Gera" vornehmen. (Info im Internet: www.salvatorgemeinde.de). Pfarrer Stephan Buchenau will später in der Kirche eine Spendentafel aufstellen lassen, doch hierfür müssten sich die Spender selber in der Kirche melden, denn bei Kiba bleiben die Namen unter Verschluss.
Neues Gera wird durch seinen Verlag Dr. Frank die Aktion ebenfalls unterstützen und überweist 200 Euro auf das genannte Spendenkonto.

( Helga Schubert, 05.09.2008 )

zurück