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"Weltentor" lässt neugierige Blicke zu

Ein kräftiger Wind weht auf der Höhe am ehemaligen Haupteingang der Bundesgartenschau in Ronneburg. Die Parkplätze sind verwaist, einsam steht das übrig gebliebene Infohäuschen, aber Bestand haben die Wege, die Drachenschwanzbrücke zieht sich über das Tal, Gräser, Stauden, Sträucher und Bäume behaupten ihren Platz. "Und es wird kein Baum weichen", bestimmt Leonard Tulipan, einer der drei Geschäftsführer der Weltentor GmbH. Das Unternehmen sorgt dafür, dass sich in einem Teil der zur Buga viel gepriesenen Neuen Landschaft nicht doch Füchse und Hase Gute Nacht sagen und dem Begriff Nachhaltigkeit Gewicht verliehen wird. Auf einem 20 Hektar großen Gelände entsteht der Fantasy-Park "Weltentor". Die Idee ist bereits aus den Bauplänen heraus, denn es ist doch nicht ganz so still auf dem Hügel. Der Wind trägt Sägen und Klopfen über die Fläche. Im Mittelalterambiente entstehen hier Häuser, Burganlagen, Heerlager und eine fantastische Welt der Zwerge, Feen, Orks, Trolle und Drachen. Das erste Musterhaus ist bereits anzusehen. "Als Grundkörper verwenden wir generell Holz als nachwachsenden Rohstoff", erklärt Leonard Tulipan. Das mittelalterliche Aussehen werde den Häusern dann durch die entsprechenden Handwerker verpasst. Es sei aber gar nicht so einfach, diese zu finden. "Es soll ja alles ein wenig krumm und schief aussehen", lacht der Geschäftsführer. Fündig allerdings werden die Bauleute bei Abbrucharbeiten alter Häuser. Steine, Dachziegel und anderes Material finden dann im Themenpark Verwendung.
Schrittweise sollen auf diese Weise zehn bis 15 Häuschen entstehen. In die ersten von ihnen können die Besucher bereits zur Eröffnung des Wintermarktes am 15.November hinein schauen. Er befindet sich auf dem ehemaligen Kinderspielplatz. Für die Wehranlage steht noch die Baugenehmigung aus. Zustimmen müssen der Ronneburger Stadtrat und das Landratsamt Greiz. Die eigentliche Eröffnung aber soll im Sommer 2009 erfolgen. Bis dahin ist noch eine Menge zu tun. Allerdings denkt Leonard Tulipan bereits an Erweiterung. "Es kommt auf die Besucherresonanz an", überlegt er, er sei jedoch bereits in Verhandlungen mit den zum Teil auch privaten Besitzern des Geländes.
Einen Blick hinter den Zaun können Interessenten bereits jetzt erleben. Außer, dass das Unternehmen selbst jeden Sonnabend und Sonntag von 11 bis 18 Uhr zum Hereinschauen einlädt, organisiert der Gera-Tourismus Infotouren mit kompetenten Gästeführern. "Wir wollen über das aktuelle Geschehen informieren und vor allem darüber, wie es nach der Bundesgartenschau in Gera und Ronneburg weiter geht", erläutert Geschäftsführerin Karin Oberreuther. Die erste Tour findet am Sonnabend, 30. August von 13 bis 16 Uhr statt. Dabei geht es mit dem Bus nach Ronneburg und zurück, und jeder kann in Gera auch an einer Führung durch den Hofwiesenpark teilnehmen.

( Helga Schubert, 29.08.2008 )

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