Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Mit dem USA-Schulbus zur Geraer Museumsnacht

Wenn es am Sonnabend, 17. Mai, zu dämmern beginnt, dann rollt ein original amerikanischer Schulbus unüberschaubar durch die für seine Verhältnisse schmalen Straßen. Aber nicht die Schulen sind sein Endziel, sondern die Museen. Eigens für die Besucher der Museumsnacht hat Rainer Schmidt vom Clubzentrum Comma das Gefährt aus Dresden gechartert. "Es ist eine technische Herausforderung für die Fahrer, denn der Bus ist zwölf Meter lang", weiß Rainer Schmidt. Wer aber lieber mit der Straßenbahn Nr. 16 aus DDR-Zeiten eine Stadtführung erleben will, ist jeweils 18.30 und 19.30 Uhr eingeladen.
Die 10. Museumsnacht hat es in sich, bringt Bewährtes, aber auch Neues und will vor allem Familien und jungen Leuten Lust auf einen Museumsbesuch machen. Neu ist auf jeden Fall der Termin. Wurde sonst immer im September zu der traditionellen Veranstaltung eingeladen, wurde jetzt die Nacht vor dem Museumstag auserkoren. Fachbereichsleiter Kultur Dr. Frank Rühling begründete das Vorgehen mit der Fülle von Großveranstaltungen im September wie Flammende Sterne oder Tag des Denkmals. "Der Effekt für die Besucher ist, dass sie die Museen am Abend und in der Nacht einmal anders erleben und dann den Häusern am Sonntag noch einmal mit dem Einlassbändchen einen Besuch abstatten können", stellte er fest.
"Museen im gesellschaftlichen Wandel" heißt das eher nüchterne zentrale Thema, doch was die musealen Einrichtungen daraus machen, ist bemerkenswert. Offiziell eröffnet wird die Museumsnacht 18.30 Uhr mit der neuen Ausstellung "Antarktis: Leben im Extremen" im Museum für Naturkunde, und 19 Uhr ist der Startpunkt für alle weiteren Aktivitäten, die weit bis über Mitternacht reichen. Die Kunstsammlung führt Aktionen des "Lichtbildkombinates Gera" vor und in die Aktmalerei nach lebenden Modell ein (Orangerie), gibt unter dem Motto "Dix und das" praktische Tipps zur Pflege von Kunstwerken zu Hause (Otto-Dix-Haus) und führt in "Sinneswelten" ein. Das Stadtmuseum hat sich dem Thema Schule mit Modenschau auf der Eingangstreppe, mit einem speziellen Programm für Kinder oder mit dem Filmklassiker mit Heinz Rühmann "Die Feuerzangenbowle" gewidmet. Im Museum für Angewandte Kunst kann getöpfert, Knüppelbrot gebacken und Verpackungsmaterial zu Kunstwerken gestaltetet werden. Im Naturkundemuseum gibt der Präparator Einblick in seine Arbeit, ist Amanda Bunsenbrenner zu Gast, zeigt das "Fettnäppchen" was es unter Klimawandel versteht.
Dabei sind auch die Villa Schulenburg, der Kunstverein oder die Höhler sowie die Stasi-Unterlagenbehörd. "Mit Stoppelpaste und Ondulierstab gegen den Klassenfeind" heißt hier ein Vortrag, bei dem praktisch vorgeführt wird, wie ein Spitzel verwandelt wird. In allen Häusern wird auch ein Einblick in die Ausstellungen gewährt, die dann am nächsten Tag noch vertieft werden kann. Überall wird es auch singen und klingen, gibt es kulinarische Köstlichkeiten. Alle Veranstaltungen sind in einem Faltblatt aufgeführt.

( Helga Schubert, 16.05.2008 )

zurück