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Kleines Team erkämpfte großen Pokal

Weltmeister im Retten ist die Jugendrotkreuz-Gruppe des DRK-Kreisverbandes Gera/Stadt e.V. Mit Stolz konnte DRK-Geschäftsführer Edgar Kaidel verkünden, dass die Geraer Teilnehmer vom internationalen Wettbewerb der Rot-Kreuz-Mannschaften in Solferino/Italien mit einem Pokal und dem Weltmeistertitel nach Hause gekommen sind. Der Wettbewerb wurde zum zehnten Mal ausgetragen. In diesem Jahr aus Anlass der "Fiaccolata" - der Fackelumzug -,die vom italienischen Museum des Internationalen Roten Kreuzes ausgerichtet wurde. Der Umzug wiederum erinnert an Henry Dunant, der hier bei der Schlacht 1859 Verletzte von Solferino nach Castiglione gebracht hat. Der Preis des Wettbewerbs wurde nach Massimo Ghio benannt, Präsident der italienischen Rotkreuz-Organisation.
Vor fünf Jahren hat die Geraer Jugendrotkreuz-Mannschaft zum ersten Mal am internationalen Wettkampf um die besten Rettungshelfer teilgenommen. "Damals machten wir nur den 17. Platz", erinnert sich Rettungsassistent Silvio Schettler, der als Ausbilder fungiert. Später folgten der fünfte, vierte und sechste Platz. Diesmal aber habe das Team die oberste Treppe erreicht, ist er stolz. Zumal die Geraer Mannschaft die jüngste war. Leicht haben es die Teilnehmer aus Deutschland nicht, denn alle Aufgaben werden in italienischer Sprache gestellt, außerdem gehören verschiedene Wettbewerbspunkte wie Hundestaffel oder Rettungsschwimmen nicht zum Ausbildungs- und Einsatzprogramm der Deutschen. "Witzig war das beim Rettungseinsatz mit den Hunden. Die mussten wir schließlich auch in italienischer Sprache kommandieren", lächelte die Jugendrotkreuz-Leiterin Antje Szlapka.
Außerdem seien andere Länder, wie Spanien oder Frankreich mit Nationalmannschaften aufgetreten, während die Geraer ein Vereinsteam mit zwölf Beteiligten war, davon bestritten sechs den Wettkampf.
Ein großer Teil des Leistungsvergleichs wird als Gruppenaufgabe ausgetragen. "Dabei erfahren wir erst kurz vorher, worum es geht", erzählte Silvio Schettler. Im vergangenen Jahr hieß es, Menschen aus einem verunglückten Bus retten, in diesem Jahr ging es um vier Schussverletzte, außerdem mussten in Panik geratene Menschen aus einem Kino beruhigt und betreut werden. "Verwendet werden dürfen keine medizinischen Hilfsmittel, sondern dass, was im Umfeld zu finden ist", beschreibt er die Aufgabe.
"Situationen, die bei Katastrophen oft eintreten" bestätigt Eckehard Kölbel, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes und CDU-Abgeordneter des Thüringer Landtages, der die schnelle Organisation von Hilfsleistungen sehr wichtig findet. Beim Katastrophenschutz käme dem DRK eine wichtige Aufgabe zu, da die Zahl der Kameraden der freiwilligen Feuerwehren, die jetzt zum Einsatz kommen, immer geringer würde.





( NG/sch, 06.07.2007 )

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