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Schmuckstück Parkeisenbahn baut auf den Bürgersinn

Sie ist das Schmuckstück im Tierpark Gera, dem Waldzoo Ostthüringen: die Parkeisenbahn, die von April bis Oktober im Durchschnitt auf täglich 28 Zugfahrten mit mindestens 200 Besuchern verweisen kann. Wenn’s auch zwischen Martinsgrund und Bahnhof Wolfsgehege noch nicht Mal einen Kilometer Strecke sind - ein kleines romantisches Vergnügen inmitten satten Grüns ist’s allemal.
Nun ist das gute Stück in die Jahre gekommen. Besonders der Gleiskörper bedarf dringend der Modernisierung. So müssten etwa 600 neue Betonschwellen und "altbrauchbare" Schienen verlegt werden. Die letzte Kur für das Gleis und sein Bett liegt immerhin 20 Jahre zurück.
Damit die Parkeisenbahn als Freizeiteinrichtung für jung und alt und als beliebtes Verkehrsmittel auch künftig auf sicheren Gleisen verkehren kann, haben OB Dr. Norbert Vornehm und Hans-Joachim Lassmann, Geschäftsführer des Gera er Waldeisenbahn-Vereins, einen Spendenaufruf gestartet. Die Aktion zielt auf den schon bei anderen Gelegenheiten bewährten Gemeinschaftssinn aller Bürger der Otto-Dix-Stadt.
Gleich neben dem Bahnhof Wolfsgehege ist eine Art Demonstrationsobjekt aufgebaut. In ein kleines Schotterbett sind zwei Betonschwellen eingelassen und darauf ein Stück Schiene montiert. Eine Tafel gibt Erläuterung: Eine Schwelle (Hersteller ist die Chemnitzer Firma Railbeton), kostet 80 Euro. Mit dem Kauf einer solchen Schwelle kann jeder Bürger das Modernisierungsvorhaben unterstützen. Auch alle Arbeiten sollen auf Sponsorenbasis erfolgen.
Und aufgemerkt: Jeder edle Spender erhält eine Miniaturbetonschwelle auf Sockel. Wer möchte, dem stellt der Verein auch eine Spendenquittung aus. Gestützt auf die Gebebereitschaft der Geraer und das Sponsoring von Unternehmen, könnte der erste Bauabschnitt im Winterhalbjahr 2007/08 starten.
OB Dr. Vornehm appellierte an die Geraer und Freunde der Parkeisenbahn, bei der Aktion mitzumachen. Er begrüßte ausdrücklich das Vorhaben des Waldeisenbahn-Vereins und dankte ihm dafür. Der städtische Haushalt verfüge leider über keine Reserven, zumal das Land derzeit der Stadt weitere Kürzungen abverlangen wird. Deshalb sind für das städtische Gedeihen Projekte wichtig, die auf ehrenamtliches Engagement bauen können. Dr. Vornehm übernahm den persönlichen Kauf einer Schwelle, bereits zur Jahreshauptversammlung des Vereins hatten Mitarbeiter der Deutschen Bahn und der frühere Oberbürgermeister Ralf Rauch insgesamt sechs Schwellen gestiftet.
Hans-Joachim Lassmann zeigte sich erfreut, dass einige Firmen schon ihre Teilnahme signalisierten. Dazu gehören Wesser- Beton Pölzig, das Geraer Ingenieurbüro Clauß, die Nordbayerische Basalt-AG und weitere. Der Waldeisenbahn-Verein hat in seiner fast 15-jährigen Geschichte schon mehrere Projekte geschultert (1997 z. B. Hauptuntersuchung des Fahrzeugparks und zuletzt in diesem Jahr Fertigstellung eines Gleisbildstellwerkes). Vorsitzender Uwe Fischer und die derzeit 36 Mitglieder schätzen aber die Spendenaktion als bisher größte Herausforderung ein.
Fest steht: Der 20 Hektar große Tierpark (derzeit 82 Tierarten), für den sich die 35 Mitglieder des Vereins der Freunde und Förderer unter Leitung des Vorsitzender Armin Allgäuer einsetzen, verfügt mit der Parkeisenbahn über eine publikumswirksame Attraktion. Deshalb gilt nur eins: Die Spendeaktion muss gelingen!

( Harald Baumann, 22.06.2007 )

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