Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Krankenhaus der Zukunft

"Hier wird nicht nur der Grundstein für ein Klinikum gelegt, sondern ein Grundstein, auf dem die Zukunft aufgebaut werden kann", sagte Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus und lobte das Engagement des Heidelberger Bildungs- und Gesundheitskonzerns SRH, am Standort Gera eines der modernsten Krankenhäuser Deutschlands zu bauen. 160 Millionen Euro, wovon 100 Millionen Euro der Freistaat Thüringen und 60 Millionen Euro das Unternehmen tragen, betragen die Baukosten. Die Investition stehe der Stadt Gera gut zu Gesicht, betonte der Ministerpräsident. Demnächst eröffnet die SRH auch eine Fachhochschule. Sie startet mit 85 Studenten, freute sich Dieter Althaus.
"In Gera geht es Schlag auf Schlag", bekräftigte SRH-Vorstandsvorsitzender Prof. Klaus Hekking. Der 1000-Betten Neubau ist das derzeit größte Krankenhausprojekt in den neuen Bundesländern. In zwei Bauabschnitten entstehen 235.000 Kubikmeter umbauter Raum mit einer Nutzfläche von 29.000 Quadratmeter. "Wir liegen im Kosten- und Zeitrahmen", bestätigte Prof. Hekking. 2012 soll die Generalsanierung abgeschlossen sein.
Geschäftsführer Fred Vock möchte mit dem Neubau an die große Vergangenheit Geras anknüpfen. "Wir investieren in die Attraktivität des Standortes und bieten den Menschen neue Perspektiven", sagte er. Er erinnerte an den 27. Juni 1913, an dem der Grundstein für das Waldkrankenhaus gelegt worden war. Es hatte 400 Betten und hat 25 Millionen Mark gekostet, wusste er. Im Dezember 1964 wurde das Bergarbeiter-Krankenhaus eingeweiht. Das habe 30 Millionen Mark gekostet. Und nun werde der Grundstein für das Krankenhaus der Zukunft gelegt. Das SRH-Waldklinikum betreut mit 1800 Mitarbeitern jährlich 88.000 Patienten.
Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm begrüßte das Vorhaben der SRH, den Grundstein für ein neues Waldklinikum zu legen. Er halte nichts von immer wieder kehrenden Notoperationen, sondern von einer ganzheitlichen Therapie, meinte er. Durch die Konzentration der Kliniken werden kürzere Wege geschaffen und Ärzte, Schwestern und das gesamte Klinikpersonal hätten mehr Zeit für die Patienten, ist er sich sicher. Er hege auch die Hoffnung, dass mit dem Klinikneubau alle Zweifel zum Klinikverkauf besiegt werden.
Ministerpräsident Dieter Althaus, SRH-Chef Prof. Hekking, Oberbürgermeister Dr. Vornehm und die Architektin Marion Donnig griffen gemeinsam zur Kelle. Sie mauerten nach alter Handwerkstradition eine Kassette in den Grundstein ein.
"Archäologen späterer Jahrhunderte mögen sich an Euro-Münzen, dem Grundriss, den Festreden, einer Tageszeitung und einer Flasche Saale-Unstrut-Weiner freuen", lächelte Prof. Hekking. Die Form der Baugrube lässt bereits erkennen, dass hier kein rechtwinkliger Standardbau entsteht. Die Architektin Marion Donnig will durch zwei lichte, geschwungene Gebäudeflügel das bestehende Chirurgische Zentrum einrahmen lassen. "Das neue Krankenhaus verbindet anspruchsvolle Architektur mit einem besonders wirtschaftlichen Raumkonzept", wusste Prof. Hekking.

( Helga Schubert, 11.05.2007 )

zurück