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Aus der Geschichte unserer Heimat

Zum 50-jährigen Bestehen des Gartenbauvereins zu Gera fand vom 31. August bis 9. September 1901 eine Jubiläumsveranstaltung auf dem Schützenplatz in Gera-Debschwitz, der heutigen Radrennbahn, statt. Die zahlreich in Gera und Umgebung ansässigen Gartenbaubetriebe und Handelsgärtnereien gestalteten mit den vielseitigen Erzeugnissen ihrer Betriebe die Leistungsschau. Die Schützengesellschaft, der der Platz gehörte, hat in großzügiger Weise ihre Räumlichkeiten für die Blumen- und Pflanzenschauen zur Verfügung gestellt. Die Festhalle, das Apollo- und Tivolitheater waren mit Blumen, Pflanzen, Gemüse sowie Obstarrangements kunstvoll ausgestattet. Alles, was zur Blumenpflege und zum Pflanzenschutz erforderlich ist, Modelle für das Anlegen von Schulgärten sowie Literatur über Blumen und Pflanzenpflege wurden vorgestellt. Prachtvolle Rundteile wurden mit Blumenarrangements und Koniferen bepflanzt. Köstritzer Gartenbaubetriebe beteiligten sich schon mit einer Dahlienschau. In der Mitte des großen Platzes wurde eine Wasserfontäne, welche allabendlich elektrisch beleuchtet wurde, von der Firma Karl Glück (Bildhauer) und Robert Schommer (Klempnermeister) installiert. Das Wasser und Elektrozuleitungen mussten eigens dafür erstellt werden. Ein Katalog sowie Anlasspostkarten wurden in Druck gegeben. Die feierliche Eröffnung war am Sonnabend, dem 31. August, 11 Uhr mit einem Festessen, welches in der Schießhalle eingenommen wurde. Das mahl verlief unter den Klängen der Geraer Stadtkapelle. Vorzügliche Reden wurden gehalten. Den Reigen der Trinksprüche eröffnete der Vorsitzende des geschäftsführenden Ausschusses, Curt Fontaine
Unter den vielen Ausstellern aus Gera waren so traditionelle Gartenbaubetriebe wie Fiedler, Bräunlich, Regner, Scheibe, Fontaine, Kästner und Langendorf; aus Langenberg Hacke, Windisch; von Köstritz K. Schmidt, M. Deegen, R. Panzer, aus Ronneburg Gartenbau Louis Fischer; und Dr. Settekorn als Preisrichtermitglied.
Für gute Leistungen wurden Ehrenpreise und Medaillen verliehen. Auch für die Planung der großen Ausstellungsanlage mit Hinzuziehen des Kanonenberges zu einem Park wurden Ehrenpreise verliehen. Die Pflege der Blumen und Pflanzen hatten während der Ausstellung 500 Geraer Schüler übernommen.
Zu gegebenem Anlass wurde im August auch der neu errichtete Aussichtsturm auf dem Fuchsberg feierlich der Stadt übergeben, um den zahlreichen Besuchern der Gartenschau die Möglichkeit zu geben, vom Turm aus das 25.000 Quadratmeter große Festgelände überblicken zu können.
In den Folgejahren gab es noch weitere Obst- und Gartenbauausstellungen in Gera, so 1906 in der Centralhalle gegenüber dem heutigen Theater, 1925 im Gast- und Speisehaus Heinrichsbrücke sowie eine Kreisleistungsschau "100 Jahre Gartenbau Gera" im September 1951 im Wintergarten.

( Horst Weibrecht, 27.04.2007 )

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