Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Leserwünsche werden auch per Internet erfüllt

Geraer Einwohner sind wissbegierig. Das größte Ziel ihrer Wünsche bei Ausleihen in der Stadt- und Regionalbibliothek im vergangenen Jahr war Sachliteratur. 14 700 Leser sind zur Zeit registriert, die Hälfte davon Kinder und Schüler. Im vergangenen Jahr haben sie sich insgesamt 663 600 Bücher, Spiele, Videos und Kassetten ausgeliehen, davon fast die Hälfte in der Hauptstelle am Puschkinplatz.

Diese Angaben machte der Direktor der Bibliothek Dr. Manfred Grätz. Natürlich sei auch Belletristik begehrt, aber in zunehmenden Maße würden auch Zeitungen und Zeitschriften ausgeliehen. Besonders begehrt seien CD-ROM. 7000 Ausleihen wurden hier vorgenommen. Auf diesem Sektor hätten es noch mehr sein können, doch da setze der Bestand einfach Grenzen, räumte der Direktor ein.

Besonders stolz ist der Bibliothekschef auf das Territorialkundearchiv, wo alles gesammelt wird, was die Region an Schriften zu bieten hat oder was Aussagen über die Region trifft. Besonders gut sei auch der Lesesaal frequentiert. 14 000 Besucher wurden hier gezählt. Die Phonothek hat ebenfalls ihren Kundenstamm. Hier werden noch häufig die LP aus DDR-Zeiten gewünscht. In der Artothek wurden 1000 Kunstwerke ausgeliehen. Auf diesem Sektor wolle man in der Bibliothek eine ständige Ausstellung von Werken Ostthüringer Künstlern einrichten, deren Kunstwerke dann auch verkauft werden können.
Die Bibliothek will aber nicht nur zum Lesen und Schauen anregen, sondern führt auch selbst Veranstaltungen durch. Dazu gehören Lesungen, Führungen und Ausstellungen. 470 Veranstaltungen wurden 1998 durchgeführt. Am meisten besucht waren die Lesungen, bei denen Hardy Krüger und Dschingdis Aitmatow zu Gast waren. Eine gute Zusammenarbeit gäbe es mit der Gauck-Behörde und der Friedrich-Naumann-Stiftung, sagte Dr. Grätz.
Als großes Vorhaben nannte er die computergestützte Aufarbeitung des Bestandes und den Zugang zum Internet. In der Hauptstelle seien bereits 80 Prozent in den Computer eingegeben, so dass einer kompletten elektronischen Ausleihverbuchung bald nichts mehr im Wege steht. Durch den Internetanschluss haben die Leser dann Zugriff auf alle großen Kataloge. Der Standortnachweis für einen bestimmten Titel und die Fernausleihen seien dann kein Problem mehr, versprach Dr. Grätz. Zunächst jedoch ziehen Bauarbeiter in die Hauptstelle ein, denn die Sanierung beginnt in diesen Tagen. Kurzzeitig könne es somit zur Schließung der Bibliothek kommen, denn immerhin müssen, wenn der Fußboden erneuert wird, 200 000 Bücher, Zeitschriften und andere Medienträger gerückt werden. Auch die Erneuerung des gesamten Mobilars ist geplant. Im Jahr 2000 will sich die Bibliothek in neuer Qualität zeigen, und Dr. Grätz hofft, dass die Leser der Einrichtung die Treue halten und die Leserschaft auch wieder wächst.

( 06.02.1999 )

zurück