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Ein schönes Symbol für die Herzen

Sind Dressmen zum Verlieben da? Und Politiker zum Schaulaufen vor Gästen? Solche lustigen Fragen gingen mir durch den Kopf, als ich mich nach dem Anruf Günther Hartls an den Computer setzte, um Erinnerungen aufzuschreiben. Der Chefreporter des Linzer ORF-Landesstudios sollte neben dem Jubiläumsfilm zu "20 Jahre ORF-Friedenslicht", für den er im Februar mit Pfadfindern in Neudietendorf und an der Oberweißbacher Bergbahn und mit Initiatoren in Gera schon drehte, nun noch ein Buch über diesen jungen Weihnachtsbrauch zusammenstellen.
Die Thüringer Verbreitung seit 1990 hat auch für die Urheber in Österreich etwas Anziehendes: Ein Dutzend Pfadfinderstämme und -gruppen reisen am 23. Dezember mit ihren Laternen entlang der Eisenbahnschienen quer durchs Land, um an inzwischen rund 200 Bahnstationen das Friedenslicht als ein Symbol des erhofften Weihnachtsfriedens und guter Nachbarschaft an Interessenten weiter zu geben. Die Bahnen helfen mit Tickets. An den Bahnhöfen warten Boten und Bürger, die dieses von Kerze zu Kerze gedoubelte Licht in viele weitere Richtungen bringen. Oft werden sie musikalisch oder von Bürgermeistern und Stadtoriginalen begrüßt. Das soll auch 2006 so sein. Bei einer kleinen Feier im Ilmenauer Rathaus übergeben die diesjährigen Thüringer Friedenslicht-Kinder Christina Völker und Max Gottschall (11) ihre kurz zuvor aus Linz geholte Flamme an das Stadtoberhaupt.
Sie werden sicher von der Aussendung im Oberösterreichischen TV-Studio mit den Helfern von Bundesbahn, Feuerwehren, Rotem Kreuz und von den Pfadfindern berichten; von den internationalen Gästen und vielleicht auch von dem Film und dem Buch, zu denen Thüringer ihr Kapitel beigetragen habenckt Landtagspräsidentin Professor Dagmar Schipanski das Friedenslicht aus ihrer Heimatstadt auf die Reise durch den Freistaat - für sie inzwischen fast ein Pflichttermin, bei dem man Herz und Seele beweisen kann. Parallel ist das ORF-Friedenslicht dann in 25 oder mehr Ländern Europas unterwegs und steht am Heiligabend am Weihnachtsbaum oder in den Messen; kostenfrei teilbar, kontaktfördernd, für Besinnung sorgend. Historisch oder nostalgisch? Früher wurden keine elektrischen Kerzen an den Christbäumen eingeschaltet. Aber Licht war Hoffnung. Das brachte die Österreicher vor 20 Jahren auf den Gedanken, das symbolische Weihnachtslicht alljährlich aus der Geburtsgrotte zu Bethlehem zu holen und im Zeichen ihrer Aktion "Licht ins Dunkel" zu verbreiten.
In Gera wird es am 23. Dezember etwa 13.56 Uhr am Hauptbahnhof empfangen; von da aus zum Märchenmarkt geleitet und nach einem Kinderprogramm 14.30 Uhr an die Bürger weiter gereicht. Der Posaunenchor spielt zur Einstimmung. Prominente Vertreter von Kultur, Sport, Wohlfahrtsverbänden, Gastronomie, Handel und den Kirchen können das Friedenslicht dort zuerst übernehmen. Erstmals per Straßenbahn soll es an alle End(stell)en der Stadt fahren; und nicht zuletzt von Nachbar zu Nachbar mit ein paar Worten gegeben werden. Das ist die Zeit, in der ich mich wieder an den Landeshauptmann Josef Ratzenböck erinnern werde und seine Trachtenschau, mit der er den ersten Geraer Gästen nach Grenzöffnung in Linz vieles zu Traditionen und Gegenwart seines Landes erklärte und ein sympathisches Modell war.

( Thomas Triemner, 08.12.2006 )

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