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Polizeihund Cliff geht in Rente

Polizeihund Cliff aus der Geraer Diensthundestaffel wurde nach knapp 10jähriger Dienstzeit in den Ruhestand verabschiedet. Von seinem Diensthundeführer Dieter Fleischhauer wurde der Malinois (belg. Schäferhund) als Welpe aufgezogen und auf den Polizeidienst vorbereitet.
In seiner langjährigen Dienstzeit absolvierte er weit über 500 Polizeieinsätze. Darunter eine Fährtensuche nach einer vermissten Person über 14 (!) Kilometer. Eine derart lange Suchstrecke geht für einen Fährtenhund weit über das normale Maß hinaus. Mit Cliffs Hilfe konnte ein Tötungsdelikt in Jena aufgeklärt werden, seine Spürnase hatte die Ermittlungsbeamten vom Wohnort des Opfers bis zur Einstiegstelle in das Täterauto geführt. Über das Tatfahrzeug kam man zum Täter.
Dass seine Nase 1A funktionierte bewies Cliff auch als eine Person aus der Geraer Psychiatrie abgängig war. Er lief vom Krankenzimmer über die Straße des Friedens, den Heinrichplatz, durch die Arcaden, weiter über die Sorge und zurück und stellte letztendlich den Gesuchten nach acht Kilometern und in einem Bereich mit besonders starkem Fahrzeug- und Personenverkehr.
Einen weiteren Erfolg erzielte der Hund bei der Suche nach Dieben in einem Waldstück bei Schorba. Nachdem der Hubschraubereinsatz erfolglos verlaufen war, wurde der Fährtenhund angefordert und nahm die Spur auf. Im Dickicht verletzte sich Cliff durch Geäst und Dornen, lief aber tapfer und zielstrebig weiter und spürte die zwei gesuchten Diebe im Gebüsch auf.
Nicht nur, dass er mehrere Einbrecher auf frischer Tat gestellt hat, er klärte auch ein versuchtes Tötungsdelikt in Gera auf. Über den Geruch am Tatwerkzeug, einem Hammer, verfolgte er die Spur des Verdächtigen bis zu dessen Wohnung. Aufgrund der dort aufgefundenen Bekleidung, an der noch Blut haftete, konnte der Täter in der Folge gestellt und eindeutig identifiziert werden. Zum Abschied erhielt Cliff eine dicke Wurst, gesponsert vom Leiter der Polizeiinspektion Zentrale Dienste und dem Diensthundeverantwortlichen aus dem Innenministerium, Volker Brandt. Mit umgerechnet 77 Menschenjahren muss er nun nicht mehr arbeiten und darf seinen Lebensabend im Kreise der Familie seines Diensthundeführers genießen.

( Maren Sellger, 20.10.2006 )

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