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"Manni" Kaiser feierte 70. Geburtstag

Manfred Kaiser, der 1. "Fußballer des Jahres der DDR" feierte am 7. Januar seinen 70. Geburtstag. 1963 war der gebürtige Zeitzer mit dieser Auszeichnung geehrt worden, war Mannschaftskapitän der Nationalmannschaft, spielte aktiv in Gera und Aue und übernahm 1965 als Trainer Wismut Gera. 1993 beendete Manfred Kaiser bei Elstertal Silbitz seine sportliche Karriere.
Im Alter von zehn Jahren hatte Manfred Kaiser bei der SpVgg Zeitz mit dem Fußball begonnen, schon mit 16 gelang ihm der Sprung in die 1. Mannschaft, mit 20 wechselte er nach Gera. Sein erstes Oberliga-Spiel bestritt der Mittelstürmer am 19. Februar 1950 in Dessau, sein erstes Oberliga-Tor gelang im August 1950 gegen KWU Erfurt. 1951 wurde Kaiser in die Landesauswahl Thüringen berufen.
Bei Motor Gera-Süd waren Herbert Pätzold, Georg Buschner, Siegfried Offrem, Kurt Golde und Fritz Zergiebel seine Mannschaftskameraden im Oberliga-Team, bevor Gera-Süd 1953 abstieg.
Als 1955 die Geraer Binges Müller, Horst Freitag und Manfred Kaiser zum SC Wismut Karl-Marx-Stadt "delegiert" wurden, konnten sie mit ihrem neuen Verein innerhalb weniger Monate DDR-Vizemeister und Pokalsieger werden. Mit Karl-Marx-Stadt (eigentlich Wismut Aue) wurde Kaiser Meister der Übergangsrunde 1955 und DDR-Meister 1956 und 1957. Gegen Bulgarien bestritt der weiterhin in Gera wohnende "Manni" als 26jähriger sein erstes Länderspiel. Wegen der DDR-Meisterschaften mit Aue ging Kaiser durch viele Europapokal-Schlachten. Nach über einem Jahr Abstinenz kehrte der begnadete Techniker als 32jähriger in die DDR-Auswahl zurück. Hier spielte er dann gemeinsam mit dem Ex-Jenaern Roland und Peter Ducke sowie Harald Fritzsche. Als 34jähriger wurde Manfred Kaiser dann der erste "Fußballer des Jahres" in der DDR, zwei Jahre später beendete er seine aktive Laufbahn. Nach 348 Oberliga-Spielen - damit an 13. Stelle der "Ewigen Bestenliste" hinter Peter Ducke - wurde Manfred Kaiser Trainer bei Wismut Gera.
Schon zwei Jahre später stieg er wieder in die Oberliga auf. Über die Stationen Rot-Weiß Erfurt (ab 1970), Chemie Zeitz (1975-77), Motor Hermsdorf (1977-82) und wieder von 1984 bis 1986 (Chemie Bad Köstritz) - wegen einer Hüftgelenkoperation - und 1986 bis 1993 war der Jubilar nahezu 30 Jahre Trainer.
Manfred Kaiser heiratete 1954, hat zwei Söhne und ist inzwischen siebenfacher Opa. 1961 bis 1965 absolvierte er ein Fernstudium an der DHfK Leipzig.
Als Spieler war Kaiser eher sensibel, ein Techniker, der mit glänzenden Pässen bestach. Sein ältester Sohn Matthias brachte es in Gera und Jena gleichfalls zu Oberliga-Ehren.

( Manfred Malinka, 09.01.1999 )

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