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Schwarzer Freitag auch im Gera Verkehrsgeschehen

In der Verkehrsunfallstatistik der Polizeiinspektion Gera-Mitte ist der Freitag nach wie vor der schwärzeste Tag. Im Jahr 2005 wurden an diesem Wochentag insgesamt 220 Unfälle registriert, gefolgt vom Montag mit 2ß3 Unfällen. Auf dem dritten Platz der Verkehrsunfallhäufigkeit steht der Donnerstag mit 179 Unfällen. "Um zwei Plätze nach vorn geschoben gegenüber anderen Jahren hat sich der Sonnabend mit 165 Unfällen", weiß Polizeihauptkommissar Siegfried Wimmelmann. Dabei gelte für alle Wochentage eine unveränderte Nachmittagsspitze. Insgesamt wurden 3007 Verkehrsunfälle registriert. Die Statistik im Unfallgeschehen zeige zwar leicht rückläufige Tendenz - 1997 mussten noch 3154 Unfälle aufgenommen werden - , trotzdem sollte mehr für Verkehrssicherheit getan werden.
Zu diesem Ergebnis kommt die Unfallkommission, die jetzt die Statistik für 2001 vorlegte. Deren Leiter Andreas Bromme von der Unteren Verkehrsbehörde und Polizeihauptkommissar Siegfried Wimmelmann, ebenfalls Mitglied der Unfallkommission, fordern daher nachdrücklich, in der Stadt Gera eine Verkehrssicherheitskonferenz durchzuführen. Nur so könnten bestimmte Unfallschwerpunkte zurückgedrängt werden.
Jeder Verkehrsunfall bringt Menschenleben in Gefahr 511 Menschen wurden im vergangenen auf den Straßen Geras verletzt, davon 98 schwer. Zwei Menschen erlitten den Tod. PKW-Fahrer verursachen immer noch die meisten Unfälle. Hier ist ein Anstieg um 15 Prozent zu verzeichnen, während es bei Unfällen mit Fußgängern eine rückläufige Tendenz um 22 Prozent gibt. LKW und Busse waren nur geringfügig am Unfallgeschehen beteiligt, dagegen hätten sich Unfälle mit Mopeds um mehr als das Dreifache erhöht.
Hauptunfallursachen sind nach wie vor Vorfahrtsfehler. Insgesamt kristallisieren sich acht Unfallschwerpunkte heraus, stellt Siegfried Wimmelmann fest. Dazu zählen neben der Vorfahrt, Fehler beim Rückwärtsfahren und Wenden, falsches Überholen, das Nichteinhalten des Sicherheitsabstandes, die überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit, fal-sches Überqueren der Fahrbahn und Fahren unter Alkoholeinfluss, wobei Letzteres auf Platz 6 rangiert.
Die Unfallkommission wertet jedoch nicht nur die Hauptunfallursachen, Wochentage und Tageszeiten aus, sondern auch wo es zu Zusammenstößen oder Fehlverhalten gekommen ist. Bestimmte Kreuzungen kommen dabei ganz schlecht weg. Seit es den Marktkauf gibt, würde es z. B. ständig an der Kreuzung Wiese-/Keplerstraße krachen. Zweiter Crashpunkt sei die Kreuzung Heinrichs-brücke/Elsterdamm. Unklar sei allerdings, warum es an der Südost-Tangente/Braustraße ständig zu Zusammenstößen kommt. Die Ampelanlage sei neu und modern, aber offensichlich kämen die Leute dort nicht zurecht
. Deswegen will die Polizei hier einmal Beobachtungen durchführen, um Veränderungen herbeizuführen. Positiv wertete er, dass durch technische Verbesserungen an der Ampelanlage an der Kreuzung Dornaer Straße/Straße des Bergmanns die Unfälle zurückgedrängt werden konnten.

( NG/sch, 21.04.2006 )

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