Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Tür an Tür mit der Straßenbahn

Etappe für Etappe kommen die Schienenstränge für die Stadtbahnlinie 1 in den Boden. In knapp einem halben Jahr muss der Kreis geschlossen sein, dann wird das Signal für die Linie von Zwötzen bis nach Untermhaus auf grün stehen. Geschäftsführer der Geraer Verkehrsbetrieb GmbH (GVB), Dr. Norbert Vornehm, sieht dem Ereignis mit großer Erwartung entgegen. Trotzdem gibt es für ihn keinen Stopp im Stadtbahnbauprogramm. Die nächsten Pläne haben bereits Gestalt angenommen, und die Unterlagen zur Baugenehmigung sind beim Landesverwaltungsamt Weimar eingereicht. Es geht um die Berliner/Tinzer Straße. Hier sollen die Stadtbahnlinie 3 zwischen Grünem Weg und Thüringer Straße ein Rasengleis erhalten und die Umsteigestelle für Straßenbahn und Bus an die Berufsakademie verlegt werden.
Rund 4,3 Millionen Euro plant der GVB an Kosten ein. "85 Prozent der Mittel sind durch die Fördertöpfe von Bund und Ländern gesichert", weiß Dr. Vornehm. Sie gewährten den Bau der Trasse, der Fahrleitungen, einer Straßenbahnbrücke, der Haltstellenneubauten sowie die komplette Sanierung und Neugestaltung der Straße.
Der GVB-Chef rechnet mit einer etwa halbjährigen Bearbeitungszeit, so dass nach dem Startschuss für die Stadtbahnlinie 1 mit dem Bau für die Linie 3, begonnen werden kann. Dieser Streckenabschnitt hat eine Länge von 1,2 Kilometer. 2008 soll er fertiggestellt sein. "Dann fährt die Straßenbahn zwischen Spielwiese und Bieblach-Ost größtenteils auf eigener Trasse, unabhängig vom Autoverkehr, sicher und staufrei", sagt Dr. Vornehm.
Das Rasengleis im Abschnitt Tinz wird ähnlich wie in der Ernst-Toller-Straße östlich neben der Fahrbahn liegen. Wichtig für den Geschäftsführer des Verkehrsbetriebes ist der Bau einer neuen Umsteigestelle in Tinz. Der jetzige Verknüpfungspunkt zwischen Straßenbahn und Bus an der Haltestelle Tinz sei ungünstig, da die Fahrgäste beim Umsteigen mitunter die Straße überqueren müssten. "Die Straßenbahn steht auf der Fahrbahn und kann kaum auf Anschlüsse warten, ohne den Verkehr aufzuhalten", erläutert er. Außerdem sei es unwirtschaftlich. Später könnte sogar ein Bus eingespart werden, ist er sich sicher.
Die neue Haltestelle zum Umsteigen zwischen Bussen und Straßenbahnen wird sich an der Berufsakademie befinden. Der GVB baut dort für die Busse östlich der Fahrbahn eine Schleife um die Straßenbahnhaltestelle. Ähnlich wie in der zentralen Umsteigestelle Heinrichstraße halten hier die Busse Tür an Tür mit der Straßenbahn. Ausreichende Aufenthaltsflächen, behindertengerecht, elektronische Anzeigetafeln und Lautsprecher zeichnen die neue Haltestelle aus. In der bisherigen Buswendeschleife will der GVB über 40 Stellflächen zum Parken schaffen.
In der Zukunft sieht Dr. Vornehm die Straßenbahn bis nach Langenberg fahren. "Dann hat Gera einen größeren Streckenabschnitt als Erfurt", freut er sich.

( Helga Schubert, 13.04.2006 )

zurück