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Neue Töne beim Geraer Aequalis-Frauenchor

Ein Mann steht vor vielen Frauen. Allein. Aber er dirigiert deren Zusammenklang. Ganz nach Wunsch der Sängerinnen. Geras Aequalis-Frauen haben einen neuen Chorleiter: Sebastian Göring (31) aus Weimar. Seine musikalische Laufbahn begann als 5-jähriger mit Etüden am Klavier und Musiktheorie. Er war Thomaner, lernte Klarinette und baute an der Spezialschule für Musik in Markleeberg sein Abitur. Dann studierte er neben Schulmusik, Stimmbildung und Informatik in Weimar bzw. Jena auch das Chor-Dirigieren bei Professor Gert Frischmuth in Erfurt und Orchester-Dirigieren bei Generalmusikdirektor Hans-Jörg Leipold in Leipzig.
Es beginnt eine neue Ära. Im vorigen Sommer Musiklehrer gab Manfred Werner nach 46 (!) erfolgreichen Jahren die Leitung der Aequalis-Chöre ab. Vom Nachfolger versprechen sich die 35 Damen nun z.B.: Etwas aus neuer Literatur; anspruchsvolle Aufgaben; weiter Spaß am Singen vermittelt zu bekommen und "... daß er’s mit uns aushält."
Göring war im Dirigat vor einiger Zeit für einen Dresdner Kollegen eingesprungen, der den Chor eigentlich weiterführen sollte. Er war einer von vier Bewerbern, konnte nur dienstags am Abend mit den Geraerinnen proben, wegen vielfältiger anderer Aufgaben: So ist Göring deutschlandweit aktiv, leitet sechs verschiedene Gruppen vom gemischten Kammerchor aus Michaelstein bis zum Barock-Instrumental-Ensemble. Besonders mit den Harzer Sängern feierte er viele Erfolge auf internationalen Konzertreisen wie seit 2000 in Murmansk, Israel, Polen und Japan. Außerdem ist er Gründer und Leiter des auf zeitgenössische Programme spezialisierten "Mitteldeutschen Frauenchores".
Sein Repertoire führt laut Vita quer durch die Gattungen der Vokal- und Instrumentalmusik, von früher Mehrstimmigkeit und Consort-Musik über Oper, Konzert, Oratorium bis zu neuer Musik.
Jetzt steht er erstmals in Verantwortung für einen reinen Frauenchor und das scheint ihm eine spannende Sache. Die neue Aufgabe reizt ihn und läßt wohl alle auf eine längerfristige Zusammenarbeit hoffen, "um etwas daraus zu machen". Dabei schätze er das vorgefundene hohe Niveau. Zunächst jedoch sei Grundtenor: "Schön miteinander Musik machen, Neues auszuprobieren und sehen wie man zusammenfindet. Man soll nicht immer nur auf Konzerte oder Projekte zuarbeiten."
Doch auch Auftrittspläne haben die Aequaliser wieder gefaßt: u.a. am 25. Juni mit der Teilnahme beim Sängertreffen auf Burg Reichenfels und am 15. Juli mit einem Sommerkonzert in Geras Johanniskirche. Das hatte der Chorrat ohnehin vorbereitet. Inzwischen freuen sie sich über die Bestätigung, bei der großer Carmina-Burana-Aufführung mit dem Goethe-Gymnasium in diesem Jahr wieder dabei sein zu können. Und gern würden sie über den Thüringer Sängerbund in Pläne für die BUGA eingebunden sein. Dann war vorerst genug geredet. Göring übernahm wieder das Dirigat. Nach einem kurzen Einsingen Konzentration auf die klingende Tagesordnung...

( Thomas Triemner, 07.04.2006 )

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