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Umfassende Straßenbauprojekte in und rund um Gera

Baumaßnahme Leumnitz B7
Spätestens im März 2007, also noch vor der BUGA, soll die Baumaßnahme Ausbau der Osttangente ab der B7, vom Leumnitzer Kalkwerk bis einschließlich der Nordanbindung bis zur B2 nach Cretzschwitz, beendet sein.
Nach Informationen des Stadtplanungsamtes liegt die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH, DEGES, mit dem Ausbau der A4 gut im Plan. Der etwa acht Kilometer lange Abschnitt zwischen Autobahnanschluss Ronneburg und Autobahnanschluss Gera-Leumnitz ist schon seit September 2004 sechsstreifig befahrbar. Der fünf Kilometer lange Abschnitt vom "Kreuz Gera" bis "Gera-Leumnitz" in Höhe der Beerweinschänke, die Nordanbindung und die Osttangente mit den Großbrücken Laasener Grund und Brahmetal sind durchgängig im Bau.
In Höhe des Leumnitzer Kalkwerkes beginnt die neue Kraftfahrstraße an der bestehenden Kreuzung. An Laasen vorbei entsteht am Knotenpunkt Trebnitz, in Zukunft "Anschlussstelle Gera-Bieblach" genannt, ein großzügig ausgebauter Kreisverkehr. Von der durchgängigen Straße unterquert, leitet er auf einer Brücke den Verkehrsstrom dann einerseits Richtung Bieblach und andererseits nach Trebnitz ab.
Über den Autobahnanschluss "Kreuz Gera" geht es weiter Richtung Norden. "Die Draufsicht auf die Bauzeichnung verrät, dass der große Knotenpunkt in Form eines vierblättrigen Kleeblattes angelegt wird. Das bedeutet, dass es keine Linksabbiegerspuren geben wird, also der Verkehr flüssig bleibt, da keine Stauungen mehr auftreten können", beschreibt Stefan Prüger, Abteilungsleiter Verkehrsplanung im Stadtplanungsamt, die Bauweise.
In Höhe Dorna entsteht ebenfalls eine großzügiger Knoten, die Anschlussstelle Gera-Dorna", auf der wieder nur Geradeaus- und Rechtsabbiegespuren existieren. "So bleibt der Verkehrsstrom im Fluss und die Mindestgeschwindigkeit für Kraftfahrzeugsstraßen von 60 Kilometern pro Stunde kann gewährleistet werden", erklärt er.
Bei Cretzschwitz/Söllmnitz geht es nach Dorna zur "Anschlussstelle Gera-Cretzschwitz", von der aus eine Verbindungsstraße nach Langenberg führt. Ihr Ziel ist, den Verkehr auf der Zeitzer und Langenberger Straße um mindestens 50 Prozent zu reduzieren. Bei einer letzten Verkehrszählung 2005 fuhren hier innerhalb von 24 Stunden 10.500 Fahrzeuge. Nach einer Eingewöhnungsphase von bis zu einem dreiviertel Jahr sollen statt dessen 5.500 bis 6.000 weniger Autos pro Tag auf der Zeitzer Straße sein. "Als Folge davon rollt auch auf der Langenberger Straße spürbar weniger Verkehr", so Prüger. Er hofft im Zuge dieser umfangreichen Baumaßnahme auf eine deutlich geringere Belastung der Straßen und eine Reduzierung des Verkehrslärms für die Anlieger entlang der Zeitzer und Langenberger Straße. "Alle Kraftfahrer, die nicht nach Langenberg oder Bad Köstritz wollen, fahren aufgrund der neuen Straßenführung künftig am Ortsteil vorbei und sorgen so für eine Verkehrsberuhigung. Diese Umgehung bedeutet außerdem einen Zeitvorteil für die Kraftfahrer", gibt er einen Ausblick.
Von Leumnitz, über das Trebnitzer Kreuz bis zur Autobahn ist der vierspurige Ausbau der Straße Teil des Landesstraßenbauprogramms. Der nördliche Abschnitt bis zur B2, zweispurig ausgebaut, steht dagegen unter der Regie des Bundesverkehrswegeplanes. Die Autobahnanschluss Höhe Bieblach/ Cretzschwitz/Söllmnitz wird in Zukunft "Kreuz Gera" heißen, an der Beerweinschänke "Gera-Leumnitz" und die Anschlussstelle an der umfassend neu gebauten Siemensstraße "Gera-Langenberg".
Die Stadt Gera ist am Bau dieses Abschnittes der Osttangente nur in Details mit Eigenanteilen involviert: So wird der Bau des kombinierten Geh- und Radweges ab dem Leumnitzer Kalkwerk übernommen. Künftig soll er hinter dem derzeit entstehenden Knoten Tankstelle/Gewerbegebiet fortführend, bis zum Leumnitzer Flugplatz gehen. Dort übernimmt dann das Straßenbauamt Ostthüringen den weiteren Ausbau bis zur Beerweinschänke.

Bahnübergang "Trift"
Schon bis Juni diesen Jahres soll auch der Ausbau des Bahnüberganges "Trift" in Langenberg/ Stublach zu einer Halbschrankenanlage fertig gestellt sein. Hier entsteht nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz - unter Teilfinanzierung der Stadt Gera - eine zuggesteuerte Halbschrankenanlage, d.h. der einfahrende Zug setzt die Schranken selbt in Gang. Für Fußgänger wird ein gesonderter Gehweg mit eigener Beschrankung den sicheren Übergang über die Gleise gewährleisten.
Das Eisenbahnbundesamt fordert außerdem, dass der Schwenkbereich von LKW beachtet wird. Durch die gewerbliche Nutzung der Strecke in Stublach muss sicher gestellt sein, dass sich notfalls zwei LKW zur gleichen Zeit begegnen können. Deshalb findet der Ausbau auf der Westseite des Bahnüberganges statt. So kann gewährleistet werden, dass kein Auto aufgrund von Rangieren auf den Schienen stehen bleibt.
Der Ausbau des Bahnüberganges in Langenberg/Stublach hängt indirekt mit dem Umbau des Bahnknotens in Gera zusammen. "Wegen der Inbetriebnahme des neuen elektronischen Stellwerkes in Gera müssen die Bauarbeiten im dritten, besser im zweiten Quartal des Jahres abgeschlossen sein", erklärt Prüger. Insgesamt müssten die Bahnanlagen auf Sicherheitsstandards gebracht werden. Aus Sicht der Sicherheitsregelungen erfolge ein Minimalausbau des Bahnübergangs, doch unter dem Bedarfsaspekt sei der Ausbau fast schon zu umfangreich. "Die bald neu entstehende nördliche Zufahrt nach Stublach beeinflusst auch das Verkehrsaufkommen in der Trift", sieht Prüger voraus. Schließlich würden nach deren Bau bedeutend weniger Kraftfahrzeuge die Gleise queren müssen.

Ortsumgehung Bad Köstritz
Im Falle der Ortsumgehung Bad Köstritz/B7 befindet sich derzeit der nördliche Abschnitt, ab Bahnhofsstraße, im Bau. Ab Ende nächsten Jahres ist der südliche Bauabschnitt geplant, der in Langenberg die Eisenberger Straße und Langenberger Straße betrifft. Voraussichtlich Ende 2007/Anfang 2008 ist dann eine Entlastung des Verkehrs in Langenberg zu erwarten. Rund ein Jahr später müsse jedoch mit einer zusätzlichen Belastung gerechnet werden, so Prüger. Diese wird jedoch nicht so stark sein, wie die Abnahme des Verkehrs auf der Zeitzer Straße.
Der nördliche Teil von Stublach erhält außerdem eine neue Zufahrtsstraße. Der gewerbliche Verkehr nach Stublach wird dann voraussichtlich über diese Zufahrt laufen. Wogegen der Bau der Orts-umgehung Bad Köstritz/B7 vom Straßenbauamt Ostthüringen gebaut wird, ist die Stadt Gera nur Träger öffentlicher Belange, d.h. sie trägt in diesem Falle ausschließlich die Finanzierung für die Stublacher Zufahrt.
Insgesamt sind nur geringfügige Einschränkungen des Verkehrs zu erwarten, da auf der im Bau befindlichen Straße noch kein Verkehr läuft.

( Christine Schimmel, 07.04.2006 )

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