Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

15 Jahre im Dienste echter Menschlichkeit

Unter den zahlreichen Vereinen und Organisationen Geras verdient eine Institution besonders hervorgehoben zu werden: die "Ortsvereinigung Lebenshilfe Gera-Stadt/Land.". Sie feiert in diesem Jahr ihren 15. Geburtstag. Das Jubiläum wurde mit einer Festveranstaltung, zu der ein originelles Bühnenprogramm gehörte, im KuK begangen.
Von der Wertschätzung für die Jubilarin zeugte die umfangreiche Zahl der Gäste und Partner, die von der Präsidentin Anja Mohr begrüßt werden konnten, darunter Schirmherr Oberbürgermeister Ralf Rauch und der stellvertretende Landrat des Landkreises Greiz, Heinz Klügel. Rauch bescheinigte in seinem Grußwort der "Lebenshilfe", dass sie in der Stadt und im Umkreis ein hohes Ansehen genieße, dank starker Leitung ein beachtliches Leistungsspektrum anbiete und aus dem gesellschaftlichen Leben nicht wegzudenken sei.
Vom krachend vollen Großen Saal mit nur sparsam weihnachtlich dekorierter Bühne hatte die Jugend Besitz ergriffen. Und wenn zu Beginn der Chor der Werkstätten die Ode "Freude, schöner Götterfunken" sang, so hatte das Symbolgehalt: Die Mitglieder und Partner der "Lebenshilfe" wollen geistig Behinderten Freude am Leben vermitteln, ihnen im Zeichen gelebter Menschlichkeit ein wärmendes Zuhause geben.
Wie sehr das gelungen ist, widerspiegelte sich auf der Bühne in den Darbietungen junger Laienkünstler, die mit Feuereifer bei der Sache waren, egal, ob sie fröhliche Lieder sangen, bunte Bewegungsspiele boten, ein Märchenspiel oder lustige Zirkusnummern aufführten. Das junge Publikum jedenfalls ging begeistert mit und fand besonderes Gefallen an rhythmischem Klatschen.
Der Verein hat ein schlichtes Logo, dessen Aussage sich nicht gleich jedem erschließt: ein leicht geöffneter Kreis umschließt einen Punkt. Vielleicht soll es symbolisieren: Wir geben dem Einzelnen Hilfe, Lebenshilfe eben. Was dazu an Ergebnissen bislang zu Buche steht, erläuterte der 1. Vorsitzende des Vereins, Bernd Koob, in seiner Festrede.
Bei der beispielhaft zu nennenden Entwicklung (Gründung war April 1990) standen als Pate und Helfer der Nürnberger Verein und die dortige Werkstatt für Behinderte zur Verfügung. Begonnen wurde in Gera mit einer Werkstatt in der Wiesestraße mit gerademal fünf Mitarbeitern. Wille und Vision waren zunächst stärker als das materiell und personell Machbare. Doch allmählich kam auch die Förderung von Bund und Land in die Gänge.
Heute stehen für das Anliegen der "Lebenshilfe", fürsorglicher Partner für geistig Behinderte von der Geburt bis zum Lebensabend zu sein, zwölf ansehnliche Einrichtungen zur Verfügung, die rund 900 Menschen betreuen. Dazu gehören u.a. die Kindertagesstätten "Sonnenkäfer" in der Rudolstädter Straße und "Kinderkiste" in der Majakowskistraße (zusammen 150 Betreute), Wohnheime in der Geraer Erich-Weinert-Straße sowie in Ronneburg und Niederndorf (zusammen 105 Insassen) und der Förderbereich Rudolstädter Straße.
Arbeitsplätze je nach Art und Schwere der Behinderung bieten die Werkstätten in der Keplerstraße, der Schäfereistraße und der Carl-Zeiss-Straße an. Eine besondere Rolle kommt der Röpsener Förderschule zu. Hier wird integrativ gearbeitet, d.h. gesunde und behinderte Kinder werden gemeinsam betreut.
Jährlich wurden in die Ausstattung der "Lebenshilfe"-Einrichtungen etwa 300.000 Euro gesteckt. Der Verein, der kein Wirtschaftsunternehmen darstellt, beschäftigt 270 Erzieher, Lehrer und Betreuer.

( Harald Baumann, 02.12.2005 )

zurück