Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Veszpremer kochten und servierten

Für 14 Tage vertauschten zwölf junge Leute ihre ungarische Heimatstadt Veszprem mit Gera. Die angehenden Köchinnen und Köche und Restaurantfachfrauen oder -männer nahmen an einem von der EU geförderten Ausbildungsprogramm "Eurogastroservice" teil. Seinen Abschluss fand das Projekt mit einem festlichen Abend im Hotels Courtyard by Marriott.
Träger des Austauschprogramms in Gera sind die Bildungs- und Dienstleistungs-Institut Gera GmbH (BDI) und in Ungarn die Partnerschule SEF Veszprem, eine Fachschule für Gaststättenwesen, Handelswesen und Fremdenverkehr. "Bereits im Mai waren unsere Auszubildenden in Ungarn zu Gast und lernten und arbeiteten dort", erzählte Beate Mitscherlich, Geschäftsführerin des BDI. Das Interesse unserer Jugendlichen, an dem Austauschprojekt teilzunehmen, sei sehr groß gewesen, ergänzte Hartmut Schubert von der Geschäftsleitung. Das von ihnen servierte Menü in Veszprem habe viel Anklang gefunden: Süßsaurer Linsensalat, Schwarzbiersuppe, Champignons mit Spinat gefüllt und Altenburger Ziegenkäsen überbacken, Sauerbraten mit Thüringer Klößen, Rotkraut und Lebkuchensauce sowie Pfefferminzcreme mit Altenburger Pfefferminzlikör, wobei die Schwarzbiersuppe den ungarischen Gästen am besten schmeckte, wusste Beate Mitscherlich.
In Gera fühlten sich die Auszubildenden aus Veszprem auch sehr wohl. Zum Programm gehörten das Lernen und Arbeiten in ihren Gastronomieberufen, die interkulturelle Bildung sowie das Erarbeiten von regionalen Speisekarten in Ungarisch, Deutsch, Englisch und Französisch. Der Einsatz der jungen Leute wurde mit der Übergabe des Europasses Berufsbildung belohnt. Er ist nicht nur ein Beleg für die erfolgreiche Ausbildung, sondern bildet auch eine Vermittlungshilfe für den Start ins Berufsleben.
Zuvor aber war für die ungarischen Austauschlehrlinge Lampenfieber angesagt, denn sie mussten zeigen, was sie gelernt hatten. Die kritischen Gäste des festlichen Abends waren Vertreter zweier ungarischer Unternehmerverbände, des Ostthüringer Wirtschaftsverbandes, örtlicher Gastronomiebetriebe, in denen die jungen Leute ihr Praktikum absolvierten, Vertreter der Arbeitsagentur und Lehrer der gewerblichen Berufsschule.
Courtyard-Küchenchef Uwe Belke räumte seinen Herd und machte den angehenden Köchen Platz. Hier kreierten sie ihr Vier-Gang Menü: Hirtensuppe, Welsragout im Wecken mit Dillsoße, mit Kraut und Wurst gefüllter Schweinekamm zu Kartoffelnudeln mit Zwiebeln und Quarkauflauf mit Quittensauce. Die angehenden Restaurantfachleute servierten dann gekonnt die Speisen und Getränke. Ungarische Weine und sogar das Geschirr hatten sie sogar mitgebracht. "Aber das Hotel mit Timotheus Swagemakers und seinem Team war sehr kooperativ. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken", bekannte die BDI-Geschäftsführerin.
Für nächstes Jahr sowie 2007 stehen bereits neue EU-Projekte in Aussicht. Dabei könnten 70 Auszubildende aus Gera zu Praktika nach Österreich und Ungarn reisen. Schüleraustausche sind in Polen, Tschechien, Niederlanden und Ungarn vorgesehen.

( (NG/hs), 25.11.2005 )

zurück