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Torhaus des früheren Stasi-Gefängnisses wird Gedenk- und Begegnungsstätte

Das Haus Amthordurchgang war in der DDR ein Ort des Unrechts und der Unterdrückung: Es diente dem Ministerium für Staatssicherheit als Untersuchungsgefängnis für politische Häftlinge. Das MfS hatte das Gebäude 1952 vom sowjetischen Geheimdienst NKWD übernommen, dieser wiederum 1945 von der Gestapo. Nach jetzigem Kenntnisstand waren zwischen 1952 und 1989 rund 2700 Personen, die in Opposition zum SED-Regime standen, im Gefängnis Amthorstraße inhaftiert.
Nach der friedlichen Revolution stellte sich der 1997 gegründete Verein "Amthordurchgang" der Aufgabe, die politische Verfolgung in der DDR im Torhaus der früheren Haftanstalt zu dokumentieren. Einer Iniatiative des Thüringer Sozialministeriums ist es zu verdanken, dass die Sanierung dieses Gebäudes aus Mitteln des Mauerfonds der Bundesregierung finanziert werden konnte. Bereits 2001 war ein entsprechender Projektvorschlag eingereicht worden, der auch akzeptiert wurde. Der Mauerfonds, der aus dem Verkauf von Mauergrundstücken gespeist wird, stellte insgesamt 472.000 Euro zur Verfügung. Damit war es möglich, nicht nur die in desolatem Zustand befindliche Bausubstanz zu erneuern, sondern auch die Innenausstattung des sanierten Torhauses zu finanzieren. Dort unterhalten künftig der Bund der stalinistisch Verfolgten und die Vereinigung Opfer des Stalinismus eine gemeinsame Beratungsstelle für Opfer der SED-Diktatur.
Der Thüringer Minister für Soziales, Familien und Gesundheit Dr. Klaus Zeh zeigte sich anläßlich der offiziellen Eröffnung der Gedenk- und Begegnungsstätte Amthordurchgang zufrieden über das Ergebnis: "Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, das alte Gefängnis-Torhaus zu erhalten. Es dient der Erinnerung an eine dunkle Phase der Thüringer Geschichte und als Mahnung an künftige Generationen, nie wieder Unrecht und Unterdrückung zuzulassen. Wer die Gedenk- und Begegnungsstätte besucht, kann unmittelbar ermessen, welch hohes Gut Freiheit und Rechtsstaatlichkeit sind. Das Thüringer Sozialministerium wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass die Opfer der SED-Diktatur nicht in Vergessenheit geraten."

( 18.11.2005 )

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