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Wirtschaftstage: einige aktiv, andere stehen abseits

Die Ostthüringer Wirtschaftstage, um die es in den zurückliegenden Monaten nicht wenige Irritationen gab, gehen in wenigen Wochen in ihrer 12. Auflage über die Bühne. Vom 3. bis 10. November wird die wichtige Standortmesse in erweiterter Form stattfinden. Dem Eröffnungstag im Geraer Kultur- und Kongreßzentrum schließt sich eine Wirtschaftswoche mit regionalen Foren in verschiedenen Veranstaltungsorten an. Träger sind die Geraer Na Sowas Werbe- und Verlags-GmbH, die Städte Gera, Greiz, Schmölln und der Landkreis Greiz. Innerhalb des prall gefüllten Programms (u. a. vier Workshops) erfolgt die Verleihung des diesjährigen Innovationspreises "Thüringen Ost" der Veranstalter.
Über die politische Zielsetzung und die Programmgestaltung informierten vor der Presse Geras Oberbürgermeister Ralf Rauch, die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg, der Bürgermeister von Greiz Dr. Andreas Hemmann, der Bürgermeister von Schmölln, Herbert Köhler, die Projektmanagerin der Na Sowas-Agentur Claudia Müller und die Jury-Vorsitzende des Innovationspreises Brigitte Kaminsky.
Den Veranstaltern ist die Genugtuung darüber anzumerken, dass Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus die Schirmherrschaft übernommen hat, die Präsidentin des Thüringer Landtages Prof. Dr. Dagmar Schipanski den Ostthüringer Innovationspreis übergibt sowie zum Thema "Innovationsland Thüringen" referiert, und schließlich als prominenter Gast der ehemalige Bundesminister und jetzige Geschäftsführer des WAZ-Medienkonzerns Bodo Hombach zum Thema "Zukunft der Printmedien" spricht.
Die Veranstalter sind sich darin einig, dass die Wirtschaftstage dazu beitragen sollen, das Profil Ostthüringens als leistungsfähige Wirtschaftsregion zu stärken. OB Ralf Rauch fasste das in die drastischen Worte: Wir müssen mit der lokalen Kleinstaaterei Schluß machen. Nur wenn die Kreise und Kommunen der Region ihre Potenzen vereinen, wird Ostthüringen zu einem ernstzunehmenden Wirtschaftsfaktor.
Die Botschaft ist offensichtlich auf die Stadt und den Landkreis Altenburg gemünzt, die erneut bei den Wirtschaftstagen abseits stehen und so eine Bündelung der Kräfte bremsen. Ähnlicher Ansicht ist die Landrätin Schweinsburg. Sie beklagt, dass auch Jena mauert und es "anscheinend nicht nötig hat", wie sie meint. Weil aber Jena nicht mitmache, habe ebenso offenbar der Saale-Holzland-Kreis weiterhin Vorbehalte. Das Ziel der Veranstalter bleibe jedoch, die Wirtschaftstage zu einem Markenzeichen für ganz Ostthüringen zu gestalten, um so die Region zu stärken.
So gesehen, wird auch bedauert, dass es, wie Jury-Vorsitzende Brigitte Kaminsky informierte, bisher nur drei Bewerbungen für den diesjährigen Innovationspreis gebe (2004: 16 Bewerber). Um weiteren Unternehmen eine Chance zu geben, wurde der Einsendetermin bis 10. September verlängert.
Im Zeichen der Vereinigung des Kräftepotentials steht auch eine zeitlich unbegrenzte Vereinbarung über die wirtschaftliche Zusammenarbeit innerhalb der Region Gera-Greiz, die OB Rauch und Landrätin Schweinsburg unterzeichneten. Kooperiert werden soll u. a. bei der Entwicklung des Industriestandortes Korbußen, bei der Forderung nach Ansiedlung einer Fachhochschule in Gera, bei der Entwicklung eines gemeinsamen Marketings und beim Datenaustausch. Das Projekt ist offen für die Aufnahme weiterer Partner.

( Harald Baumann, 09.09.2005 )

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