Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Die WBG UNION kommt erfreulich gut voran

Das hübsche Wohngebiet liegt am Rande der Stadt, da wo die Straßenbahn in Lusan endet. Ringsum gibt es viel Grün. Es ist ein verkehrsarmes Areal, idyllisch gelegen. Hier in der Franz-Ste-phan-Straße ist zu einem Teil das "Herrschaftsgebiet" der Wohnungsbaugenossenschaft UNION. Ursprünglich umfaßte das Objekt 110 Wohnungen. Dann wurde saniert und modernisiert. Geblieben sind 91 Wohnungen. In denen läßt sich’s gut wohnen. Hinterm Block gibts Gartenflächen für die Mieter. Der Standort ist gefragt. Die Wohnungen sind zu 100 Prozent belegt. Für die äußere Gestaltung der Franz-Stephan-Straße 30 bis 38 erhielt die WBG im vergangenen Jahr einen 1. Preis für die Fassadengestaltung.
Was Wunder, dass sich an dieser Stelle Oberbürgermeister Ralf Rauch zu einem Arbeitsbesuch der WBG einfand. Zum einen wollte er sehen, wie die Genossenschaft vorankommt, welche Probleme es gibt, und zum anderen galt es, Tuchfühlung aufzunehmen mit den seit dem Frühjahr im Amt befindlichen Vorständen. Dazu gabs Gelegenheit, als die neuen Vorstände Gero Keding und Thomas Fritz das Stadtoberhaupt über den Stand der Dinge informierten. Zur Erinnerung: Dem früheren Aufsichtsrat war eine eigenmächtige Politik vorgeworfen worden. Binnen eines dreiviertel Jahres hätte man ohne wirklich nachvollziehbare Gründe fünf Vorstände ausgetauscht.
Dieses Hickhack an der Genossenschaftsspitze war insofern bedauerlich, als die WBG UNION (gegründet 1954) unter den Geraer Wohnungsbaugenossenschaften einen hervorragenden Platz einnimmt. So konnte man dem OB mitteilen, das die Genossenschaft zum Jahreswechsel ‘04 knapp 197.000 Quadratmeter Wohnfläche bewirtschaftet. Die bebauten Grundstücke in mehreren Stadtteilen stellen damit einen Vermögenswert von 148 Millionen Euro dar. Eigentümer dieser Werte seien 3273 Genossenschaftsmitglieder (Stand 31.12.04). Die WBG beschäftigt 45 Mitarbeiter. Der seit Jahren konsequente Kurs auf Sanierung und Modernisierung des Wohnungsbestandes führte zu einem Belegungsgrad von derzeit 97,5 Prozent. Abrisse sind vorerst nicht geplant. Allein 2004 sind in den Bestand fast sieben Millionen Euro investiert worden. Der Oberbürgermeister zollte diesen Leis-tungen hohe Anerkennung.
Im Gespräch mit Ralf Rauch, der sich weitere Objekte der WBG ansah, nutzten die Vorstände auch die Gelegenheit - wie sie es nennen - "Konfliktpunkte" anzusprechen, bei deren Lösung die Stadt gefragt sei. So führe ein Bauhof in der Beethovenstraße zu unzumutbaren Belästigungen durch Staub und Lärm für die Bewohner. Mancher Fußweg, manche Wohnstraße würden seit langem einer Instandsetzung harren.
Und als dicker Kritik-Brocken: Der schon vor Jahren versprochene, aber nie realisierte Bau einer Süd-Tangente für Lusan (?) beeinträchtige die Entwicklung des Stadtteils. Die Ziele der Stadtentwicklung für Lusan würden teilweise mit den in den vergangenen zehn Jahren geschaffenen wohnungswirtschaftlichen Tatsachen kollidieren. Wenn aber Ziele für die Akteure des Stadtumbaus wirtschaftlich nicht vertretbar seien, würden sie auch nicht erreicht.
Rauch setzte im Gespräch auf einvernehmliche Zusammenarbeit, zu der die Stadt bereit sei. Insgesamt könne man das Miteinander von Stadt und den fünf Wohnungsgenossenschaften bei allen immer wieder auftretenden Problemen als gut bezeichnen. Zunächst sei es Aufgabe der Stadt, eine solide Planung zum Stadtumbau zu erstellen, die alle sozialen Komponenten integriert, dann aber kann das Notwendige nur gemeinsam gemeistert werden.

( Harald Bauman, 09.09.2005 )

zurück