Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Knoten Gera bis zur BUGA ganz auf modern

Ein Lichtblick in der unendlichen Geschichte zum Thema "Gera und die Deutsche Bahn": Zu Wochenbeginn gab es mit einem vielbeachteten symbolischen ersten Spatenstich den offiziellen Start für den Umbau des Bahnknotens Gera. Die mit einem Investitionsaufwand von insgesamt 170 Millionen Euro (von der EU und dem Land Thüringen gefördert) geplante Modernisierung soll bis zum Eröffnungstermin der BUGA Gera-Ronneburg April 2007 auf dem rechten Gleis sein.
Zum Baubeginn gab’s großen Bahnhof im Gelände des Hauptbahnhofes, konkret an den stillgelegten Bahnsteigen 12 und 13. Der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für den Freistaat Thüringen, Gerold Brehm, begrüßte zum feierlichen Anlaß unter den zahlreichen Gästen: Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Andreas Trautvetter, Thüringer Minister für Bau und Verkehr, Ralf Rauch, Oberbürgermeister Geras, und Klaus Junker, Vorstand Betrieb und Streckenmanagement der Netz AG der Bahn.
Für das bislang vom Fernverkehr weitgehend abgekoppelte Gera hat die nun endlich forcierte Umgestaltung des Bahnknotens außerordentliche Bedeutung. Denn sie läßt hoffen, dass die 1997 begonnene und seither zögerlich vorangekommene Mitte-Deutschland-Schienenverbindung Fahrt erhält. Nachdem schon bisher 140 Millionen Euro verbaut wurden, z. B. für moderne Gleisanlagen, hat Bahnchef Mehdorn grünes Licht für weitere Millionen gegeben, so u. a. für moderne Leit- und Sicherungstechnik im Knoten Gera. Darin eingeschlossen ist die Umrüstung der Bahnübergänge zu modernen zuggesteuerten Anlagen mit kurzen Schließzeiten.
Elektronisch gesteuert und für die Neigetechnik ausgerüstet, die Tempo 140 erlaubt, ist bereits der Abschnitt zwischen Weimar und Göschwitz. Der Umbau des Knotens Gera ist Bestandteil beim Ausbau des Abschnitts Erfurt - Glauchau. Abschnittsweise ist die Verbindung bereits zweigleisig ausgebaut worden.
Für das Verkehrskonzept der BUGA sind die jetzt begonnenen Bauarbeiten zwischen Geras Hauptbahnhof und Bahnhof Gera-Süd bedeutsam. Durch die Verknüpfung der Eisenbahn am Hauptbahnhof mit der Stadtbahnlinie 1 der Straßenbahn durch den Geraer Verkehrsbetrieb werden die Bahnsteige über neue Zugänge vom Empfangsgebäude sowie auch direkt von der Haltestelle der Straßenbahn aus erreichbar sein. Unmittelbar neben den Treppen werden Aufzüge installiert.
In Richtung Gera-Süd werden alle Anlagen erneuert. Dazu zählen auch mehrere Brücken, so über die Neue Straße, Friedericistraße, Hainstraße, De-Smit-Straße, Heinrichstraße und Straße am Fuhrpark. Am Bahnhof Gera-Süd wird gemeinschaftlich mit der Stadt Gera die Straßenbahn im Bereich Unterführung Heinrichstraße verknüpft. Allgemein gehalten ist die Feststellung, dass sich auch am Bahnhof Ronneburg etwas tun soll.
Minister Andreas Trautvetter wie auch OB Ralf Rauch gaben ihrer Freude über den Fortgang der Mitte-Deutschland-Schienenverbinden (Paderborn - Chemnitz) Ausdruck. Doch zugleich verwiesen sie darauf, dass man am Ziel unbedingt festhalten möchte, den Bau durchgängig zweigleisig und elektrifiziert zu gestalten. Immerhin sei zu beachten, welche Bedeutung der Streckenführung im Hinblick auf die EU-Erweiterung künftig zukomme.
Dann war es so weit: Ein ohrenbetäubender Hupton gab das Signal für den Spatenstich. Iris Gleicke vollzog unter Beifall der zahlreichen Gäste mit einem Baggeraushub den symbolischen Akt und Andreas Trautvetter durfte von einer Bahnschiene die letzte Schraube lösen.
Zum Bahnprojekt gehören auch die Bahnhöfe Stadtroda und Töppeln.

( Harald Baumann, 02.09.2005 )

zurück