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Feuerwerker steigen den Arcaden aufs Dach

Ein seltener Gast steigt den Gera Arcaden auf das Dach. Am 1. Mai, wenn es schon etwas dunkler geworden ist, werden der Feuerwerker Rainer Apel aus Meiningen und seine Helfer hier zum Abschluss des diesjährigen Frühlingsvolksfestes ein Höhenfeuerwerk zünden und so dem Wonnemonat ihre Referenz erweisen. Vorbereitet ist ein pyrotechnischer Mix aus Blumen, Palmen, Sternen und Krachern. Rainer Apel kennt Gera und die Arcaden schon sehr lange und verspricht ein farbenprächtiges Bild.
Der Computer hat auch in der Pyrotechnik seinen Einzug gehalten - und so muss erst einmal programmiert und verkabelt werden, damit alles wie am Schnürchen läuft. Viel Erfahrung gehört dazu. Diese hat der Feuerwerker nicht nur auf Sprengschulen gesammelt, sondern auch in vielen Jahren der Praxis. Und er bezeichnet den Standort Arcaden als "ganz ideale" Lösung in Gera. Sein Tipp: Zuschauer sollten nicht zu nahe an das imposante Haus herangehen, sonst können sie das Schauspiel der Funken und Sterne nicht voll genießen. Mit der Sicherheit hat das übrigens nichts zu tun, weil das Arcaden-Dach für das Publikum nicht erreichbar ist. Ansonsten - so Rainer Apel - sind die Sicherheitsvorschriften in Deutschland besonders streng. Ein Grund dafür, dass es in den letzten Jahren kaum zu nennenswerten Unfällen oder Störungen gekommen ist.
Die etwas ängstlicheren Seelen kann der Meininger auch beruhigen: Zum Feuerwerk werden naturgemäß viele Chemikalien genutzt, wenn sie aber bei 1000 bis 2000 Grad Celsius verbrannt sind, zerfallen sie alle in wasserlösliche ungiftige Stoffe.
Für rote Farbeffekte wird zum Beispiel das Metall Strontium eingesetzt, Grüntöne werden mit Barium erzeugt, Kupfer verwendet man für das Blau und mit Natrium erzielt man gelbe Farben. "Klingt ganz schön chemisch", meint Rainer Apel, lässt sich aber dann keine der vielen Geheimnisse und kleinen Tricks seiner Zunft entlocken. Freilich ergänzt er: "Höchste Präzision ist und bleibt eine der Grundvoraussetzungen." Genau darin ist er Meister. Zum Beweis: Im vergangenen Jahr beteiligten sich 26 Teilnehmer an der Feuerwerker-Sinfonie in Potsdam. Genau zur Musik wurde ein Feuerwerk abgebrannt, also ein kleines Gesamtkunstwerk für die Ohren und die Augen. Rainer Apel belegte bei der gestrengen Jury den ersten Platz.
Vielleicht erinnern sich noch viele Geraer und ihre Gäste an das große Höhenfeuerwerk zur 1000-Jahr-Feier Geras, das Apels Handschrift trug, später folgten noch zahlreiche Volksfeste, die von ihm ebenfalls mitgestaltet wurden. Das Werk des Feuers ist jedenfalls sehr beliebt - nicht nur in Gera.

( Reinhard Schubert, 29.04.2005 )

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