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Lust und Frust bei der Suche nach einem neuen Job

Die diesjährige 100-Jobs-Aktion gleicht einem Wechselbad der Gefühle. Schon nach kurzer Zeit hatten die Organisatoren ein Viertel der Stellen auf dem Tisch. Manche Arbeitgeber stellte sogar mehrere Stellen zur Verfügung. Damit war die Jobinitiative ist sehr verheißungsvoll gestartet.
Erste Schwierigkeiten traten aber auf, als sich fast ausschließlich auf Büroberufe Bewerber meldeten. Und das in großer Anzahl. Eine dreistellige Bewerberzahl kämpfte um zwei zu besetzende Stellen. Bei anderen Jobangeboten, z. B. Restaurantfachfrau, Möbelverkäufer oder Kosmetikerin konnte auch nach vier Wochen noch kein Vorstellungsgespräch vereinbaren, weil sich keine bzw. keine geeigneten Bewerber fanden.
Aber es gab auch viele Lichtblicke. Besonders gefreut hat sich ein arbeitsloses Ehepaar, das Anstellungsverhältnisse bei der Fa. Dietsch Verkehrsleittechnik gefunden hat. Auch auf das Stellenangebot "Hausmeisterehepaar" gab es viele Bewerber. Jedoch lichtete sich dieser Kreis sehr schnell, als die Bedingung "Umzug in die Firmenwohnung" innerhalb Geras anstand. Wohlbemerkt: Hier kommt gleich die ganze Familie Arbeit! Die beiden haben es genutzt und haben mit 47 bzw. 46 Jahren wohl einen sehr sicheren Arbeitsplatz gefunden, denn auch die Wohnung wird nach ihren Wünschen ausgebaut.
Vor zwei Wochen musste die Akquise neuer Stellen zwischenzeitlich eingestellt werden, da eine qualitativ gute Betreuung der Arbeitgeber bei mehr als fünfzig Stellenangeboten nicht mehr gewährleistet war. Der Vermittlungsstau hat sich nun aber teilweise gelöst, ab April kann sogar ein weiterer Arbeitsvermittler beschäftiget werden.
Mittlerweile peilen die Initiatoren die 70. freie Stelle an. Offene Jobs in und um Gera sind derzeit: Koch, Straßenbauer, Krankenschwester, Produktionsleiter, Friseur und weitere 35 Stellen. Zum 1. April werden etwa 20 Jobs besetzt sein, weitere 18 Bewerber befinden sich dazu in Vorbereitung.
Für Aufregung, positiv wie negativ, sorgten die Initiatoren von "100 Jobs für Gera" (die Wählervereinigung "Arbeit für Gera", "Bundesverband mittelständische Wirtschaft Gera" und "no limits! Personalentwicklung"), als sie am 21. März zur Hartz IV-Demonstration erschienen und für ihre freien Jobs warben. Gemeinschaftlichen Rufen wie "Sklavendienste", "Schämt Euch" und dass die Jobakquisiteure der "Hohn aller Arbeitslosen" zum Trotz, bewarben sich ein paar Teilnehmer später um die freien Jobs. Zwei davon bekamen noch am gleichen Tag die Chance auf ein Vorstellungsgespräch.
Für die nächsten Wochen haben weitere Arbeitgeber angekündigt, neue Stellen zu melden.

( 01.04.2005 )

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