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Was bliebe an Sport wenn ... ?

Die Bereitschaft der Geraer Sportvereine, den Ruf als Sportstadt zu verteidigen, hat erneut einen kräftigen Dämpfer bekommen. Mit Beginn der Haushaltsdiskussionen verlautbarten Beträge von 50.000 und für 2006 schon 100.000 Euro an geforderter Eigenfinanzierung, an Nutzungsentgelten usw., die von ihnen wegen eines Postens in den Streichliste erwartet.
Das hätte absehbare Folgen, die entweder mit beträchtlichen Beitragserhöhungen oder dem Absetzen von Wettkämpfen ausgebadet werden könnten. Beides sind Motivationsbremsen. Mehr noch: Man rechnete mit Umbrüchen in der Sportlandschaft, denn die Geister schieden sich schon an der per 11. Februar. publizierten neuen Entgeltordung für Sportstätten.
Besonders die Sportstättenneubauten finden darin ein Reglement, das der Stadtrat flott verabschiedete, wie Stunden- und Tagessätze zur Benutzung kommunaler Hallen, Stadien, Plätze, Bahnen; z.B. 10 bis 20 Prozent Aufschlag in der Panndorfhalle. Für die wurde in der Hausordung ein regelrechtes Erlaubniswesen beim ZGGW entwickelt, d .h. fällige Abgaben auf ausgehängte Werbemittel der Vereinspartner gehen schon wie indirektes Sponsoring an die Stadt selbst.
Den 103 Vereinen ist’s wie jenseits von FairPlay. Der Stadtsportbund rief außer der Reihe zu einer außerordentlichen Versammlung. Man dachte, Klartext mit Vertretern des Sportreferats zu diskutieren: Kostenbeteiligung mit abgeführten Eintrittsgeldern - was ist Wettkampf? Und was sind Schul- oder Nachwuchs-Wettbewerbe? Kinder abzocken? Die Vereine mutmaßen erhebliche Mehrkosten und Mindereinnahmen, die ihre Jahresetats empfindlich stören. Für Serien in Ballsportarten kämen leicht Tausender zusammen.
Alternativ zum Wehklagen schien der Appell an alle, durch einen Solidarpakt nötige Moneten locker zu machen. Sportreferent Jörg Martin sprach aus, was unter Insidern schon kalkuliert wurde. Aber wer mitreden will, muß die Lage kennen und Geras Sportvereine fragen weiter: Welche Summen will die Stadt einspielen; 20.000 oder 40.000 Euro? Wenn Mithilfe, dann dürfe die Abmachung sich nicht als Aufwärtsspirale erweisen oder müßte eine Vereinbarung auf längere Frist festgeschrieben sein, so der Tenor von Lusan bis Untermhaus.
Im Frühjahr sollte ein Stadtsporttag dazu helfende Beschlüsse fassen. Nur, der wird es kaum tun, wenn die Verwaltung keine klaren Aussichten, also begründete Zahlen, zeigt.
Bisher waren mehr Fragen als Antworten oder Vorschläge. Peinlich: Seit eineinhalb Jahren liegt ein Papier vom Stadtsportbund mit Lösungsansätzen bei Geras Politikern auf dem Tisch. Die aber haben sich zugegebenermaßen damit nicht beschäftigt. Erst vorige Woche forderte der Kultur- und Bildungsausschuß dafür Aufmerksamkeit.
Bei eben der Sitzung wurden die schon höheren Beträge spekukliert. Angesichts leerer Stadtkassen werden die Bandagen zur Umsetzung der Reglements härter. Vereine beklagen drängende Aufforderungen zur Übernahme "ihrer" Sportstätten. Sie sehen sich als melkende Kuh. Was denn: "Gera - eine Stadt des Sports"?
Auch Veranstalter schauen sich schon nach Alternativen um: So würde die Austragung der Tanzweltmeisterschaft 2007 auf der Erfurter Messe nur halb soviel kosten wie in der Geraer Panndorfhalle, deutete Dr. Rainer Willms (Förderverein TANZEN) an. Tanzen wir wirklich bis zur und auf der BUGA?

( NG/ttr, 01.04.2005 )

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