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Da soll einer sagen, Gera könne nichts auf die Beine stellen

Ein Feuerwerk an bestechender Koch-Kunst erlebten 400 Gäste, alles offensichtlich erprobte Feinschmecker, beim 3. Geraer Köcheball unter dem Titel "Eine kulinarische Weltreise". Der emsige Regionale Köcheclub hatte in die Show-Bühne von Rieger Gastro im Tinzer Möbelhaus Rieger eingeladen. 20 Aussteller, Restaurants, Hotels und Serviceunternehmen kredenzten 21 Schauplatten mit erlesenen Leckereien und Schleckereien.
Was der 1. Vorsitzende des Köcheclubs, Wolfgang Hunger, was Gerhard Dittrich, Kerstin Enders, Volker Simon und noch weitere der derzeit 68 Vereinsmitglieder auf die Beine gestellt hatten, brachte Schirmherr Oberbürgermeister Ralf Rauch auf den Punkt: Mit dem 3. Köcheball wurde ein weiteres Ruhmesblatt der einheimischen Gastronomie geschrieben. Die Leistungsschau ist zugleich konkrete BUGA-Vorbereitung. Die BUGA-Gäste können kommen. Wir zeigen ihnen, in unserer Region kann man gut essen und trinken und das zu moderaten Preisen.
Der Erfolg hat vor allem drei Väter: Tiefkühlkost Schwarzbach Trebnitz (2000 Artikel im Sortiment), schon dreimal dabei, Fischkette "Deutsche See" (bis zu 2000 Fischartikel) und Marktkette Globus (hat rund 3000 ostdeutsche Produkte im Sortiment). Dieses Trio agierte als Hauptpartner und Hauptsponsor neben Rieger Gastro als Gastgeber der Gourmet-Show. Fest steht: Zumindest in Ostthüringen gibt es keine vergleichbare Veranstaltung.
Die Liebhaber kulinarischer Köstlichkeiten konnten wahre Kunstwerke bestaunen und beim üblichen Sturm aufs Bufett dann auch vertilgen. Damit aber die einverleibte Kalorienmenge nicht zu weiteren Fettpölsterchen führte, spielte die Geraer Tanzband "Team 102" zum flotten Tanzbeinschwingen auf und lud die Show des Köstritzer TanzCentrums Hirschel zum Mitmachen ein.
Wen oder was soll man bei all den Gaumenfreuden hervorheben? Marko Rottluff, Leiter der Geraer NORDSEE-Filiale (gehört zur Fischkette "Deutsche See"), erläuterte uns, womit er beim Gastronomie-Wettstreit vertreten war: mit einem respektablen geräucherten Hai und mit acht Platten köstlicher Fischspezialitäten - alles im Hand-umdrehen von den Gästen weggeputzt. Claus Schwarzbach von der erwähnten Tiefkühlkostfirma lenkte unsere Aufmerksamkeit auf den stark nachgefragten sehr schmackhaften kanadischen Bison in drei Formen: gefüllt, als Rostbraten und als Geschnetzeltes. Volker Simon, Globus Trebnitz, versicherte uns, seine überbackenen Papayas und gefüllten Avocados hätten viele Freunde gefunden. Ursula Weik, Inhaberin des Waldhotels Pfarrmühle, das zweite Mal dabei, berichtete uns, dass ihre Truthahn-Platte mit gefüllten Wachteln ratz-batz leergefegt war. Bei Rieger Gastros bildschöner bunter Platte "Karibische Träume" kam Urlaubsstimmung auf. Und so weiter, und so fort.
Eine stark frequentierte Bereicherung für den Köcheball war der Auftritt mehrerer einheimischer erstmals vertretener Firmen, die ihre Produkte präsentierten. So erläuterte uns Heike Hempel ihren Tchibo-Kaffee-Service mit u.a. fünf Davidoff-Spezialitäten. Die Firma Wilthener Spirituosen wartete mit der noch aus DDR-Zeiten bekannten "Goldkrone" auf, gut für die Verdauung. Udo Kolbe, Verkaufsleiter der Köstritzer Großhandelsfirma für Gastronomiebedarf RaiKo präsentierte einen Schautisch mit österlichem Sortiment. Neuheit: farbige Glasplatzteller. Mario Gerner, Vertriebsleiter der Zwickauer Firma ProfiTex, brachte neue modische Berufsbekleidung fürs Servicepersonal mit. Da gab’s Sonderbeifall.
Mit großem Hallo stellte Matthias Köhler, Vorsitzender des Landesverbandes der Köche Mitteldeutschlands, die Sieger im Gourmet-Wettbewerb vor. Die Preisträger nahmen einen edlen Köchepokal und wertvolle Preise entgegen, die Sponsoren gestiftet hatten. Junior-Chefin Grit Lemnitzer und die künftige Restaurantfachfrau Monique Langenthal aus Hainspitz konnten es kaum fassen, dass ihr "Gasthaus am See" den 1. Preis eingeheimst hat. Ihre drei Platten mit gefüllten Entenspezialitäten erwiesen sich als unschlagbares Leckerli. Zweiter Sieger wurde das Seehotel Zeulenroda. Auf den 3. Platz kam die Eisenberger Diakonie "Bethesda". Sonderpokale gingen an die Gaststätten Stübnitz (Rüdersdorf) und "Zauberflöte" Gera (letztere Sieger in den beiden Vorjahren).
Zwei Aspekte waren die Erfolgsgaranten für das gastronomische Schaulaufen. Zum einen haben 25 einheimische Unternehmen groß-zügig gesponsert. Ihr Engagement verdient in Zeiten knapper Kassen höchste Anerkennung. Zum anderen war die aufwändige Veranstaltung das Werk zahlreicher ehrenamtlicher Helfer.Nehmen wir nur das Servicepersonal. Dazu gehörten 25 künftige Hotel- und Gaststättenfachleute der Staatlichen Berufsbildenden Schule für gewerbliche Berufe, wie uns die Fachlehrer Lothar Köhler und Petra Schulze berichteten. Der Einsatz der jungen Leute - eine gute Verbindung von Schule und Praxis.
Erfolg macht Mut. Deshalb plant der Köcheclub für März 2006 den nächsten Ball. Da feiert der Verein sein Zehnjähriges.

( Harald Baumann, 24.03.2005 )

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