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Es ist der nackte Wahnsinn

Als größte Herausforderung künstlerischer, logistischer und finanzieller Art nach der Fusion der Bühnen Altenburg und Gera bezeichnete Generalintendant Dr. Eberhard Kneipel den Umbau des Geraer Theaters. In der neuen Spielzeit wird sich der Vorhang an sechs Orten in Gera erheben. Das Kultur- und Kongreßzentrum (Kuk) ist dabei die Spielstätte mit der größten Platzkapazität, der Barocksaal im Museum für Naturkunde wohl die kleinste, dazwischen liegen Tonhalle, die Kammerspiele, die neue Bühne am Park und natürlich das Kleine Theater im Zentrum. Insgesamt haben die Mimen 22 Premieren und 20 große Sinfoniekonzerte zu bestreiten.
"Wir wollen uns alle bemühen, dass der Besucher richtiges Theater erlebt", versicherte Dr. Kneipel zur Pressekonferenz über die Spielplangestaltung nach der Sommerpause. "Der schöpferische Umgang mit der Situation wird von uns erwartet". So sei der Spielplan völlig auf den Umbau ausgerichtet, was nicht gegen Kontinuität spreche. Das Spannungsfeld sei zwischen Unterhaltung und Anspruch angesiedelt.
In allen vier Sparten wird es interessante Inszenierungen geben. Als besondere Höhepunkte nannte der Generalintendant im Musiktheater die Aufführung der Oper von Samuel Barber "Vanessa" (Premiere: 6. November in Altenburg). Mit dieser Inszenierung will das Theater Altenburg-Gera die erfolgreichen Aufführungen von Werken des 20. Jahrhundert ("Vanessa" erlebte 1957 als Auftragswerke seine Uraufführung an der Metropolitan Opera New York) fortsetzen. Er erinnerte an "Die tote Stadt", "Die sechste Stunde" und an "Herrn Boucek". Außerdem wird zum 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart die Mozartreihe des Geraer-Altenburger Theaters zu Ende gebracht.
Die festliche Spielzeiteröffnung in Gera erfolgt am 10. September mit der internationalen Operngala mit Solisten der Kammeroper Schloss Rheinsberg im KuK. Für die Musiker und Solisten des Theaters Altenburg-Gera beginnt die Spielzeit am 30. September im KuK mit der Operettengala "Erklingen zum Tanze die Geigen". Mit der Musical Comedy von Dan Goggin "Non(n)sens" werden am 14. Oktober die Kammerspiele in der Drechslerstraße reaktiviert. Die Bühne am Park (BaP) erlebt mit zwei musikalischen Werken am 17. Dezember ihr Debüt: "Der Schauspieldirektor" von Mozart und "Mozart und Salieri" von Rimski-Korsakow. Ein weiteres Mozart-Werk, "Cosi fan tutte", hat am 30. April in Altenburg Premiere.
Im Schauspiel wird die Klassik fortgesetzt, und mit "Maria Stuart" der große deutsche Dichter zum Schillerjahr geehrt. (Premiere am 16. Oktober in Altenburg). Auf keinen Fall werde auf das Weihnachtsmärchen verzichtet, versprach Schauspieldirektor Lienert-Mondanelli. "Des Teufels goldene Haare" erlebt am 21. November im KuK seine Premiere. Uraufführung des Märchens "Das singende klingende Bäumchen" von Rainer Paetzold und Rolf Losansky ist für den 1. Dezember in Altenburg angesetzt. Aufführungsort für Tschechows "Die Möwe" ist wiederum die Bühne am Park.
Auf "Dornröschen" mit life Orchestermusik können sich die Ballettfreunde freuen. Das Ballett von Peter Tschaikowski hat am 27. November in Altenburg Premiere. Ballettpremiere in Gera ist am 5. Mai mit "Carmina burana" von Carl Orff im KuK. Das Puppentheater, einmalig für Gera, setzt auf "Weihnachtsgans Auguste" am 7. Oktober, "Max du Moritz" am 17. Februar, "Pettersson und Findus" am 7. April und "Der Hase und der Igel" am 26. Mai.
Zahlreiche Gastspiele stehen an, der Theaterball, Konzerte zum Jahreswechsel und das Open-air Spektakel "Alles Theater", das das Geraer Haus mit "Herr Peter Squenz", einem Schimpfspiel von Andreas Gryphius bereichern will. Schluss-bemerkung des Generalintendanten zu den Vorhaben 2005/2006: "Es ist der nackte Wahnsinn!".

( Helga Schubert, 18.03.2005 )

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