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Ehrenbürger der Stadt Gera

Der Geraer Stadtrat hat beschlossen, Heike Drechsler die Ehrenbürgerschaft der Stadt Gera zu verleihen. In der umfangreichen Begründung werden die sportlichen Erfolge der Leichtathletin bei Europa- und Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen aufgelistet. Der internationale Leichtathletikverband wählte sie zur "Leichtathletin des Jahrhunderts".
Heike Drechsler wurde am 16. Dezember 1964 in Gera geboren und 1973 in das Trainingszentrum Leichtathletik der BSG Wismut Gera aufgenommen; 1977 erfolgte die Delegierung an die Kinder- und Jugendsportschule nach Bad Blankenburg, die in enger Kooperation mit dem SC Motor Jena stand, dem späteren Heimatclub der Athletin.
Gemäß der Thüringer Kommunalordnung können Gemeinden Persönlichkeiten, die sich in besonderem Maße verdient gemacht haben, zu Ehrenbürgern ernennen. Als Verdienste für die Stadt werden in der Begründung ihre Geburt in Gera, ihr Bekenntnis zur Heimatstadt und eine für das Jahr 2005 angekündigte Schirmherrschaft über das traditionelle Geraer Grundschulsportfest mit dem "Heike-Drechsler-Pokal" genannt. Der Stadtrat hält diese Verdienste bei Kenntnis aller Umstände offensichtlich für ausreichend, die hohe Ehrung vorzunehmen.
In einem Jahreskalender der Stadt Gera aus dem Jahre 1939 sind unter der Rubrik "Wichtige Persönlichkeiten" keine Ehrenbürger aufgeführt, so daß vermutet werden kann, daß diese Ehrung erst später begonnen wurde. Selbstverständlich wurden die bis 1945 erfolgten Ehrungen dann wieder rückgängig gemacht.
Danach wurde 1956 Oberbürgermeister Curt Böhme der erste neue Ehrenbürger unserer Stadt. Zehn Jahre später wurde der international anerkannte Maler Otto Dix, der nie die Verbindung zu Gera verloren hatte, ebenfalls Ehrenbürger. Die Verleihung der Ehrenbürgerwürde war immer an den politischen Zeitgeist gebunden, so daß 1969 Michael Andrejewitsch Sheltowski, der ehemalige Kommandant der sowjetischen Garnison Gera, sowie 1974 Alexej Mironowitsch Raybakow, 1. Sekretär der KPdSU des Gebietes Pskow, geehrt wurden.
Nach der Wende gab es wieder eine neue Sicht auf diese Dinge. 1995 wurde Olaf Ludwig Ehrenbürger. Er ist im Geraer Vereinssport aufgewachsen und hat hier die ersten Erfolge eingefahren. Mit seinen großartigen Leistungen wurde er zum Vorbild der Sportjugend nicht nur in Gera. Olaf Ludwig, Radsport und Gera sind einfach nicht zu trennen.
Mit Werner Simsohn (1998) und Dekan Bernhard Sahler (1999) wurde die jahrelange Arbeit von zwei Persönlichkeiten gewürdigt, die unserer Stadt zu Ansehen verholfen haben. Erst im Vorjahr wurde der kürzlich verstorbene Maler Karl Weschke Ehrenbürger, der nach frühem Weggang aus der Stadt spät wieder Kontakt suchte und fand.

( 11.03.2005 )

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