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Die Wahrheit über Tschernobyl

Vom 20. bis 23. Februar besuchen die Tochter und der Schwiegersohn von Erwin Panndorf, Ilsa und Vassily Nesterenko aus Minsk/Weißrussland, auf Einladung der PDS die Stadt Gera. Dabei möchten sie die Heimatstadt ihres Vaters/Schwiegervaters und auch das Gedenken der Stadt an den Widerstandskämpfer Erwin Panndorf kennen lernen.
Im Rahmen dieses Besuchs wird Prof. Nesterenko für die Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen e.V. am Montag, 21. Februar, im Geraer Rathaussaal ab 18.30 Uhr über die Folgen der Tschernobylkatastrophe referieren.
Eingehen wird er dabei auf die Lebenssituation der rund zwei Millionen Menschen, die noch immer in der so genannten weißrussischen Tschernobylzone leben.
Kaum jemand kennt die Folgen der Nuklearkatastrophe besser, als Prof. Nesterenko. Der 63jährige, der lange in der sowjetischen Atomindustrie tätig war, ist einer der ersten gewesen, der versucht hat die Katastrophe zu "managen".
Später, von 1990 bis 1993, leitete Prof. Nesterenko ein 200köpfiges internationales Expertenteam, welches die Studie "Tschernobyl - Katastrophe: Ursachen und Folgen" heraus gab.
Prof. Nesterenko ist von seinen staatlichen Funktionen zurückgetreten und hat in Minsk ein unabhängiges Strahlenschutzinstitut gegründet. Unterstützt wurde er dabei vom russischen Physiker und Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow und Schachgroßmeister Anatolij Karpov.
Das Institut versucht die Not der Strahlenbetroffenen zu lindern. Im Laufe der Zeit hat Nesterenko interessante und praktikable Konzepte und Projekte entwickelt und durchgeführt. Die Idee der Hilfe zur Selbsthilfe steht dabei im Zentrum der Bemühungen.
Prof. Nesterenko reist zum wiederholten Male durch Deutschland, um über die Wahrheit von Tschernobyl zu berichten und Unterstützung für seine Projekte zu finden. Denn, auch fast 19 Jahre nach dem Super-Gau im Tschernobylreaktor, sind die Folgen aktuell. "Radioaktivität ist langlebig und wird noch viele Jahrzehnte in Weißrussland sein Unwesen treiben", so Prof. Nesterenko.

( 18.02.2005 )

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