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Lampenfieber bei Beginn des Frühjahrssemesters

Mit Lampenfieber in einen neuen Kurs zu starten, ist für Dozenten wohl nicht neu. Aber ein besonderes Kribbeln spürte die Dozenten-Mannschaft um Egbert Heidel zur nun erstmals bewußt feierlich inszenierten Eröffnung des Frühjahrssemesters an Geras Volkshochschule: Der Direktor als Moderator für den Auftritt eines Ensembles von zehn Sprachlehrern, die ihre Zuschauer spanisch, ungarisch, dänisch, arabisch, russisch, polnisch, chinesisch oder in Gebärden, jedoch unisono zum allgemeinen Lehrbeginn am 14. Februar einluden.
Oder für die Gitarrenschüler von Rainer Püschel bzw. die Showauftritte der Trommlerin Klara Zelenka und Trainerin für orientalischen Tanz Uta Wolf, die mit bewährten und neuen Angeboten im Programmheft der Volkshochschule werben. Man wolle zeigen, welche soliden Kenntnisse die Bildungseinrichtung vermitteln kann und sich transparent darstellen. Leicht schwangen in den Worten Heidels Gedanken an die vom Freistaat Thüringen angekündigte Kürzung von Fördermitteln zur Erwachsenenbildung um vier Millionen Euro, also etwa die Hälfte des Etats mit. Je nach Ausgang der Haushaltsdebatten wird das vermutlich nach den Sommerferien zu deutlicheren Auswirkungen führen. Vorerst kann die Geraer Einrichtung auf über 330 Kurse, Wochenendseminare und Einzelveranstaltungen im Programm verweisen, von denen 58 Teile neu sind.
Schon durch die eingeflossenen fast 1,6 Millionen URBAN-Euros ist man aufgefordert, z.B. Innovatives über alternative Energien im modernisierten Lehrkabinett des Fachbereichs 1 anzubieten; wie den Stoff zu Projektunterricht mit Experimentalcharakter für Grundschüler. Im Zeichen von EU-Erweiterung oder stärkerer beruflicher Neuorientierung würden verschiedene Sprachkurse von den Bürgern regelrecht eingefordert, sagte Heidel. Noch gäbe es keine Einschränkungen. Aber im Katalogvorwort deutete Oberbürgermeister Rauch Herausforderungen an. Das bedeutet wohl die Novellierung der Satzung, die der durch Land, Stadt und Hörer Drittel-finanzierten Volkshochschule 2002 gegeben wurde.
Heidels Team schaut auch auf mögliche Kooperationen wie bei Bildungsfahrten, darf aber auch dabei Grenzen nicht verletzen. Besonderes Kopfzerbrechen wird die Sicherung des Bereiches Arbeit - Beruf - Gesundheit in Sachen nachgeholter Schulabschlüsse machen. Derzeit bereiten sich u.a. 21 Teilnehmer auf ihr externes Abitur vor und pauken 27 Hörer für ihren Realschulanschluß. Soll es diese Chance später nicht mehr geben?
Erhard Dick verwies nachdrücklich auf die Traditionen des Hauses. Im neuen Programmheft orientieren nun Symbole auf neue, Eltern- und Familien-Kurse. Um Atmosphäre zu schnuppern, kann man sich auch gern wie die Gäste der Semestereröffnung durch das rekonstruierte Haus führen lassen. Und noch ist ja Einschreibezeit...

( NG/ttr, 11.02.2005 )

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