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Ein Jahrhundert lang gut mit Geld umgegangen

"Wir empfehlen die städtische Sparbank einer fleißigen Benutzung", hieß es vor 100 Jahren zur Gründung der Geraer Sparkasse. Am 3. November 1904 öffnete sie im ehemaligen Wimmlerschen Haus (heute Kornmarkt 12) ihre Pforten. Mit einem festlichen Empfang im Konzertsaal des Geraer Theaters, in der Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und dem eigenen Haus sowie die langjährigen Vorstände Christel Höntsch und Reinhold Wiedemann begrüßt wurden, wurde das Jubiläum gefeiert. Die musikalische Ausgestaltung übernahm das Philharmonische Orchester unter Leitung von Generalmusikdirektor Gabriel Feltz mit Melodien aus der Westsiedestory von Leonard Bernstein.
Oberbürgermeister Ralf Rauch, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse Gera-Greiz, dankte der Sparkasse und ihren Mitarbeiter für ihr Engagement bei der wirtschaftlichen Entwicklung, aber auch des geistig-kulturellen Lebens der Region. Bei einem Streifzug durch die Geschichte des Hauses erinnerte er sich auch an ein Geschenk seiner Großmutter vor 50 Jahren, als die Sparkasse ein halbes Jahrhundert alt wurde: an eine Sparbüchse, die dem Gebäude des Handelshof nachgebildet war.
Der Handelshof war über Jahrzehnte neben Rathaus und Kirchen das höchste Gebäude in Gera. Es wurde 1929 von der Stadtsparbank, wie sie damals hieß, bezogen, und prägte als Schmuckstück das Stadtbild. Beeindruckend waren vor allem die zehngeschossige Turmanlage und die beleuchtete Turmuhr mit einem Durchmesser von fünf Meter. Der Schalterraum, der Tresorraum, der Verwaltungsbereich, die Rohrpostanlage und der Paternoster - er verrichte auch zu Zeiten des Rates des Bezirkes noch seinen Dienst - waren nach modernsten Gesichtspunkten errichtet worden.
Die Geschichte der Sparkasse ist eng mit der Geschichte des Landes und der Stadt verbunden. Zwei Weltkriege, mehrere Währungsreformen und ein Neubeginn nach 1945, wo alle Guthabenkonten mit Null beginnen, gehören zur Geschichte. 1947 wird aus der Stadtsparbank die Stadtsparkasse, später wird diese mit der Kreissparkasse Gera zusammengelegt. Es beginnt eine kontinuierliche Entwicklung bis heute. Allerdings war die Währungsumstellung am 1. Juli 1990 auf D-Mark noch einmal eine große Herausforderung an die Sparkasse. 1995 fusioniert die Geraer Sparkasse mit der Greizer, seitdem gibt es die Sparkasse Gera-Greiz.
Auch heute nimmt das Spakassenhochhaus eine dominierende Stelle ein. Zwar musste der ehemals bestens bekannte Paternoster weichen, aber der Umbau war notwendig, und seit 1997 präsentiert sich der Handelshof als moderne Kundenzentrale. Alle historischen Daten sind genau recherchiert und in einem informativen Band "Kommunale Sparkasse Gera" zusammengefasst worden.

( Helga Schubert, 12.11.2004 )

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