Partner

gebr_frank.jpg
verlag_dr_frank_gmbh.jpg
onicom.de.jpg
gera.jpg
RPG_Logo_1.jpg


Hinweise

acrobat_reader.jpg

Button_E_paper.png

Schlagzeilen der Woche

zurück

Mordermittlungen führten zu Zusammenarbeit mit Polizei Plzen

Die Geraer Kriminalhauptkommissare Wolfgang Albert und Ullrich Zeppernick weilten zu einem Arbeitsbesuch in Plzen. Anlass war die spektakuläre Aufklärung des Mordes an der 17-jährigen tschechischen Prostituierten Olga Mrazkowa, der elf Jahre zurückliegt.
Die tschechischen Ermittler hatten um den Besuch gebeten, um detailliert zu hören, wie es den Geraer Kriminalisten gelungen war, nach so langer Zeit und unveränderter Spurenlage das Kapitalverbrechen aufzuklären. Die Erklärung von Kriminalhautkommissar Albert erstaunte alle gerade wegen ihrer Einfachheit: Angewendet wurde die einfache kriminalistische Erfolgsregel, bei ungeklärten Morden alle bisherigen Ermittlungen zu vergessen, alle Theorien außer Acht zu lassen und nur anhand der Fakten den Fall neu aufzurollen.
Alles das für sich allein hätte jedoch nicht zum Erfolg geführt, wenn nicht damals durch die tschechischen Ermittler eine fundierte Tatortarbeit und eine akurate Sicherung der aufgefundenen Spuren und Beweismittel erfolgt wäre, denn nur durch diese am Tatort gesicherten Spuren konnte letztendlich das neue Hilfsmittel DNA-Analyse zur Anwendung kommen und den mutmaßlichen Täter zweifelsfrei überführen.
Besonders erwähnenswert fanden die Geraer Kriminalisten die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit auch außerhalb des offiziellen Rechtshilfeersuchens. Die Klärung des elf Jahre zurückliegenden Mordfalls hatte, so Wolfgang Albert, im Bereich Westböhmen eingeschlagen "wie eine Bombe" und ein riesiges, sehr positives Medienecho hervorgerufen. So gaben die Geraer Kriminalisten während ihres Arbeitsbesuches den tschechischen Medien und der tschechischen Polizeizeitschrift ein Interview. Selbst der tschechische Innenminister hatte sich nach den Aufklärungsergebnissen erkundigt und den deutsch-tschechischen Arbeitserfolg gelobt.
Die durch die Zusammenarbeit bei der Aufklärung des Mordes intensivierten Kontakte sollen nun in einen regelmäßigen polizeilichen Austausch und später vielleicht in eine Polizeipartnerschaft, die in den Rahmen der Städtepartnerschaft Gera - Plzen eingebettet ist, münden.

( Steffi Kopp, 15.10.2004 )

zurück