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Große Sorge der Kirchen um die Zukunft der Mitbürger Offener Brief der christlichen Kirchen an Christen und Teilnehmer der Montagsdemonstrationen

Einleitend stellt die Arbeitsgemeinschaft fest, das die Verunsicherung in unserer Region groß sei und mit den Demonstrationen die Organisatoren versuchten, an die große Tradition von 1989 anzuknüpfen. "Die Umstände sind jedoch nicht vergleichbar. Trotzdem bringt uns als Mitbürger von Gera die Sorge um die Zukunft unserer Kinder und unserer Region jeden Montag zusammen", wird im Offenen Brief festgestellt.
Weiter heißt es: "Unsere Sorgen als Mitbürger und Christen sind: Werden durch Hartz IV bei uns tatsächlich mehr Arbeitplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt geschaffen? Verbessert sich tatsächlich die Finanzlage für einen erheblichen Teil der Betroffenen im nächsten Jahr, wie Herr Steiner (DIW-Experte) sagt? Ist das Maß der Zuverdienstmöglichkeiten für die neuen Bundesländer richtig eingeschätzt oder befördert es verstärkt die Armutstendenz in den neuen Bundesländern?"
Bemängelt werden die fehlende nInformationen und Diskussionsmöglichkeiten mit den politisch Verantwortlichen. Es würde eine zunehmende Abwanderung junger Menschen und Familien aus unserer Region festgestellt, und wir "können nicht daran glauben, daß in dieser Weise Hartz IV zum Stillstand oder sogar zur Wende des Trends führen wird."
Zitiert wird Bundestagspräsident Wolfgang Thierse: "Nur Unmenschen verstehen diese Sorgen nicht - aber sie sind oft übertrieben und unbegründet." Dazu die Autoren des Offenen Briefes: "Unsere Sorge mag manchmal übertrieben erscheinen, aber die derzeitigen Entwicklungstendenzen in wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen lassen sich auch in Zahlen fassen, die uns große Sorgen bereiten."
Christen und Mitbürger der Region Gera werden aufgefordert, mit Ausdauer, Sachlichkeit und Besonnenheit unsere Probleme anzugehen, "Wir solidarisieren uns mit den Bürgern". Die Kirchen seien bereit, gegenüber der Politik ihrer Sorge Nachdruck zu verleihen, indem sie mittun. So könnten z.B. aufgestellte Listen, der durch Hartz IV in Zukunft benachteiligten Personen und Familien im Landtag übergeben werden. Desweiteren wird eine bessere Aufklärung über Folgen und Durchführung von Hartz IV gefordert. Angeboten werden auch Zusammenarbeit und Mitarbeit am Runden Tisch.
"Reformen muss es in unserem Land geben, auch Hartz IV gehört dazu. Sie bedeuten ein Zusammenrücken aller, Gerechtigkeit für alle und in der Zukunft Beständigkeit", wird abschließend festgestellt.

( 03.09.2004 )

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