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Ein Buch über Schätze, Schönheiten und Schenkungen

Er ist nicht nur schlechthin ein Wegweiser durch das Museum für Naturkunde mit seinem Botanischen Garten und dem Höhler 188, der neue Ausstellungsführer, sondern ein Stück Stadtgeschichte, eine Unterrichtsstunde in Sachen Naturkunde, Umwelt sowie zur heimischen Flora und Fauna, und er ist eine ungeheure Fleißarbeit der Autoren, an der Spitze Christel Russe, die Direktorin des musealen Ortes, und Karola Meyer, die Leiterin des Botanischen Gartens, stehen. Auf 160 Seiten werden Wissenswertes und Interessantes über das Haus, die Ausstellungen, die Sammlungen und Abteilungen vorgestellt. Es ist nach der Wiedereröffnung des Museums 1984 die erste Publikation in diesem Umfang. Christel Russe ist mit Recht stolz auf ihr Werk und dankte bei der Präsentation allen Autoren und vor allem der Sparkassenstiftung Gera-Greiz, die mit einem Scheck von 10 000 Euro das Erscheinen des Buches möglich machte.
Das Museum für Naturkunde hat sein Domizil im ältesten Haus von Gera, im Schreiberschen Haus. Natürlich wird etwas zur Geschichte gesagt und warum es als einziges Haus bei dem großen Stadtbrand stehengeblieben ist. Der Gründer der Geraer Museen, Johann Christian Seydel, der der Stadt eine wertvolle und umfangreiche geologisch-mineralogische Sammlung schenkte, wird benannt und die architektonischen Schönheiten des Gebäudes vorgestellt.
Im Laufe der Jahre kamen viele naturkundliche Sammlungen hinzu. Sie sind die Schatzkammer des Museums. Gesteine, Mineralien, Fossilien, Pflanzen-Herbarien und zoologische Präparate vom winzigen Insekt bis zum großen Säugetier werden in ihr aufbewahrt und gepflegt. Das Naturalienkabinett gibt heute einen kleinen Einblick in dieses Sammelgebiet. Im Buch werden die Sammelstücke exakt beschrieben und sind zum Teil auch abgebildet. Zu den Schätzen gehört ohne Zweifel ein Herbarium von Jacobus Theodorus von Berg-zabern von 1588. Dieser Arzt hatte 36 Jahre lang in- und ausländische Pflanze und deren damals bekannten Heilwirkungen gesammelt. Das wertvolle Stücke gelangte ebenfalls durch Seydel in das Museum.
Ein Kapitel widmet sich den naturwissenschaftlichen Traditionen Geras und Ostthüringens, und man kann staunen, welche berühmten Leute unsere Stadt hervorgebracht hat und wie sie sich auf vielen der Straßennamen wiederfinden.
Sehr umfangreich werden die Ausstellungen beschrieben, von denen die größte "Ostthüringen als Landschaftsraum" ist. Ausführlich werden in diesem Kapitel die einzelne Naturräume vorgestellt: die Flusssysteme, das Schiefergebirge, die Plothener Teichplatte, die Orlasenke, die Saale-Sandsteinplatte, die Ilm-Saale-Ohrdrufer Platte und das Mittlere Saaletall sowie der Lebensraum Stadt. Im Detail wird über das Museum untertage im Höhler Nr. 188 berichtet und über den Botanischen Garten als Stätte für Bildung Erholung. Angelegt ist die Publikation so, als würde der Leser durch die einzelnen Etagen und Räumlichkeiten gehen. Durch Markierungen weiß er stets, auf welcher Etage er sich befindet. Alles klug durchdacht und fein geordnet, umfangreich bebildert. Und äußerst preiswert. In diesem Fall sollte der Verkaufspreis genannt werden. Er beträgt 5 Euro! Das Buch ist gut geeignet für die eigene Bibliothek, für den Unterricht, aber auch zum Verschenken. "Das muss ich sehen!" steht auf der Rückseite. "Das muss ich haben, sollten sich die Gerschen und ihre Gäste denken", wüscht sich die Museums-chefin Christel Russe.

( Helga Schubert, 27.08.2004 )

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