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Mauersegler brauchen Lebensraum

Damit soll der Rückgang der Bestände des "Vogels des Jahres 2003" gestoppt werden. Vor allem durch Sanierungsarbeiten an Gebäuden werden meist ungewollt Bruthöhlen für Mauersegler verschlossen. Gemeinsam mit Bauherren versucht die Naturschutzbehörde der Stadt, bei Sanierungen oder Neubauten neue Nistplätze für die pfeilschnellen Flieger zu schaffen. Dabei haben sich besonders Geraer Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften hervorgetan.
Die Mauersegler halten sich von Mai bis August in Gera auf. Dabei paaren sie sich, brüten und ziehen ihre Jungen auf. Das Leben der superschnellen Segler, die Geschwindigkeiten bis zu 215 Kilometer pro Stunde erreichen, spielt sich fast ausschließlich in der Luft ab. Für ihre kurzen Aufenthalte bevorzugen die Tiere höher gelegene, senkrechte Flächen wie Mauern, Felsen oder Bäume.
Mitte August fliegen die Mauersegler, die die warme Jahreszeit bei uns verbracht haben, nach Afrika in die südliche Sahara, bevor sie Ende April wieder nach Mitteleuropa zurückkehren. Von Sonnenaufgang bis in die Abenddämmerung jagen sie unermüdlich Spinnen und Insekten wie Blattläuse, Käfer, Fliegen und Wespen. Ein Brutpaar fängt täglich etwa 50 Gramm. Das sind rund 20.000 Beutetiere.
Die mit den Kolibris verwandten Mauersegler waren ursprünglich Felsenbrüter. Im Laufe der Jahrhunderte verlegten sie ihre Jagd- und Brutgebiete immer mehr in menschliche Siedlungen.
Die Tiere bauen ihre Nester in hochgelegenen Nischen und Spalten, die dunkle Hohlräume mit horizontalen Böden bieten. An ihren Brutplätzen hinterlassen die Mauersegler keinen Schmutz, da Ausscheidungen von den Tieren regelmäßig entsorgt werden.
Wer mithelfen will, die eleganten Insektenjäger langfristig in Gera zu erhalten und ihm ein Quartier anbieten kann, sollte sich an die Naturschutzbehörde der Stadtverwaltung Gera, ( (0365) 838 164 /1601), wenden.

( 23.08.2004 )

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