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Keine Fehler machen

Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zu Hilfe aus einer Hand zu machen, hält Sozialdezernentin Christiane Neudert für sinnvoll und politisch richtig, das Gesetz selbst zu Harz IV findet sie allerdings schlecht gemacht. Sie habe Zweifel, ob bis zum 1.1. 2005 alle erreicht werden können. Der Zeitdruck sei zu groß, und es gebe zuviel Verunsicherung. Aber mit Panikmachen sei keinem gedient. "Wir wollen organisatorische Fehler vermeiden und die Aufgabe sachlich in Ordnung bringen", versicherte sie. Die Agentur für Arbeit und die Kommune wollen eine Arbeitsgemeinschaft bilden, um die Kräfte zu bündeln und möglichst nur eine Anlaufstelle für die Bürger zu haben. Doch Zahl der Mitarbeiter, Räumlichkeiten und Technikbedarf seien noch nicht bekannt, räumte die Sozialdezernentin ein, aber Enrico Vogel sprach von einem guten Stand der Vorbereitungen.
Auch Christiane Neudert lobte die gute Zusammenarbeit aller Ämter, doch müssten jetzt noch mehr die Wohlfahrtsverbände einbezogen werden, denn diese seien ja diejenigen, die mit den Bürgern eng zusammenarbeiten. Erste Gespräche sind für den 20. August geplant, am 30. August soll es eine Schulungsveranstaltung geben.
In Gera werden ab 1. 1. 2005 rund 9000 Menschen das Arbeitslosengeld II bekommen. Etwa 5000 Anträge wurden bis jetzt von der Agentur für Arbeit verschickt, und das Sozialamt verschickt bis zur nächsten Woche 1500 Anträge an erwerbsfähige Alleinstehende und Familien, die bisher Sozialhilfe bezogen haben. Bis Mitte September sollen alle Anträge bei den betroffenen Personen sein, erklärte Agentur-Sprecher Stefan Scholz. Bisher ginge jedoch der Antragsrücklauf schleppend voran. Er rät zu einem zügigen Ausfüllen und Abschicken. Wer nicht zurecht kommt, kann Hilfe in Abspruch nehmen, bot er an. Vier Beratungsstellen in Gera-Mitte, Lusan, Tinz und Langenberg, die mit insgesamt acht Beratern besetzt sind, wurden eingerichtet. "Sie helfen beim Ausfüllen und erklären, was für Unterlagen benötigt werden", seien aber keine Rechtsberatung, machte Stefan Scholz aufmerksam. Am 10. Oktober steht dann auch die Software zur Verfügung. Dann beginne die Erfassung der Daten und Bearbeitung der Anträge, so dass dann schon im Einzelfall gesagt werden kann, wieviel er bekommt.
Auf Hochtouren wird im Sozial- und Wohnungsamt gearbeitet, berichtet die Amtsleiterin Hannelore Bitzke. 50 Prozent der Mitarbeiter seien mit Hartz IV beschäftigt, so dass es ab 1. September keine freien Sprechtage mehr geben wird. "Wir können nur noch mit Terminvereinbarungen arbeiten", gab sie bekannt.
An den bisherigen Sprechtagen dienstags und donnerstags würden mitunter 400 bis 500 Personen durch das Haus laufen und um Auskünfte oder Beratung bitten. Sie bot die Infothek an, die stets besetzt ist, ein Notdienst stehe zur Verfügung und zwei Telefonnummern seien geschaltet.

( Helga Schubert, 23.08.2004 )

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