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Küchenchefs Geheimtipp

Da, wo noch vor einiger Zeit Verkehrslärm und Straßenstaub den Gästen den Aufenthalt im Freien nicht so angenehm erscheinen ließ, obwohl die Terrasse schön möbliert war, schützen nun Glas und Stahl vor äußeren Einflüssen. Das Restaurant "Mexiko" an der Ecke Humboldtstraße/Clara-Zetkin-Straße hat Zuwachs erhalten: das Café Mex. "Ein Caféprojekt geistert mir ja schon zehn Jahre im Kopf herum" verrät der Gaststättenchef Frank Müller. URBAN-Förderung habe es ihm ermöglicht. 67.000 Euro flossen aus dieser europäischen Förderquelle, die Stadtentwicklungen speist. "Ein Viertel brachte die Stadt auf", verwies Bürgermeister Norbert Hein bei der Eröffnung auf die Unterstützung durch die Kommune. Schließlich sei es zu begrüßen, wenn heute noch Gastronomen investieren. Außerdem seien durch das Projekt auch zwei Arbeitsplätze geschaffen und zwei Lehrlinge eingestellt worden, und am Bau waren ausschließlich Unternehmen aus der Region beteiligt.
Bei ihnen allen und auch bei der Stadt bedankte sich Frank Müller mit lobenden Worten. Bei den Banken allerdings sei er auf taube Ohren gestoßen, kritisierte er. Die Radeberger Brauerei habe ihn schließlich bei der Investitionssumme unterstützt. Der "Mexikanerchef" und sein neunköpfiges Team ist glücklich, dass der Bau so gut gelungen ist. Er freue sich schon auf den Winter, wo die Gäste bei Wind und Wetter im Warmen und Trocknen sitzen können und einen wunderschönen Blick auf die dann vielleicht schneebedeckte Kirche haben.
Das Café Mex hat eine Fläche von 65 Quadratmeter und ist wie ein Wintergarten angelegt. "Wir hatten verschiedene Auflagen durch den Denkmalschutz erhalten", verwies der Gastronom auf die Besonderheiten der Stahlfassungen, die das Glas tragen. Filigrane Stahlelemente werden noch angebracht, ähnlich, wie sie die Balkons des Hauses, das als Einzelobjekt auf der europäischen Denkmalliste steht, aufweisen. Auch der Grünstreifen vor dem Café gehört zur Auflage, mit der sich Frank Müller inzwischen angefreundet hat.
"Mex" hat täglich von 11 bis 24 Uhr geöffnet und bietet 52 Personen Platz. Die Speisekarte ist vielfältig und steht der des "Mexikaners" nicht nach. Natürlich gibt es Kaffee aller Arten, dazu Kuchen aus der hauseigenen Konditorei und einer Landbäckerei aus Großenstein. Wer außer Eis auch andere Süßspeisen liebt, kann im "Mex" so richtig schlemmen. Da können die Gäste wählen zwischen Blue Huevos - das sind Eierkuchen mit Blaubeerfüllung - über Almendra (warmes Mandelkrokant auf Eiscreme) bis zum Küchenchefs Geheimtipp. "Ein genialer Geschmack" schwärmt Chefkoch Matthias Schmidtnägel von der Kreation: Vanilleeiscreme in der Tacoschale mit nussigem Kürbiskernöl beträufelt, mit Sahne und Früchten. Es wird außerdem ein Imbisssortiment angeboten, Steaks und verschiedene Beilagen. "Wir servieren aber auch gern etwas aus der großen Speisekarte", versichert Frank Müller. Diese sei neben den typischen mexikanischen Gerichten auf internationale Küche erweitert worden.

( Helga Schubert, 13.08.2004 )

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