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Experimentelles Ausloten der jungen Generation

Elf Künstlerinnen und Künstler der Jahrgänge 1961 bis 1975 bilden mit ihren 85 Arbeiten die "Passage 04. Positionen zeitgenössischer Kunst in Ostthüringen", eine Ausstellung, die bis zum 19. September in der Orangerie zu sehen ist. Es ist das Verdienst der Kunstsammlung Gera, ihre Räume nicht für gestandene und bekannte oder berühmt gewordene Künstlerpersönlichkeiten zu öffnen, sondern sich einer Generation zu widmen, die erst am Anfang steht, die sich austasten muss, die experimentiert und die sich in verschiedenen Genres der Kunst versucht. Mit der neuen Sonderausstellung stellt damit die Kunstsammlung aktuelle Aspekte des zeitgenössischen Kunstschaffens Ostthüringens vor. Nach wie vor sei die Ostthüringer Kunstlandschaft zwischen Jena und Altenburg, Gera, Greiz und Saalfeld durch das Wirken mehrerer Künstlergenerationen und sehr unterschiedlicher Künstlerpersönlichkeiten geprägt, stellte Holger Saupe, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kunstsammlung Gera, fest. Einerseits fühlten sich die Künstlerinnen und Künstler den ästhetischern Traditionen der Klassischen Moderne verpflichtet, andererseits sei das experimentelle Ausloten neuer künstlerischer Formen zu bemerken.
Davon kann sich der Betrachter in der Ausstellung überzeugen. Denn gerade das Besondere neben den traditionellen Gattungen Malerei, Zeichnung und Grafik hat die Kunstsammlung aufgespürt und zeigt die vielschichtigen Felder der Fotografie, Klang- und Rauminstallationen, Neue Medien. "Ein Aspekt, den unsere Ausstellung aufzeigt, ist dabei, welche Veränderungen in diesen Bereichen in Ostthüringen zu beobachten sind, was sich bewahrt und was sich erweitert hat", schildert Holger Saupe das Anliegen der Schau.
Die Arbeiten stammen aus den vergangenen vier Jahren. Die Themen und Motive der Aussteller - die meisten zeigen ihre Werke das erste Mal der Öffentlichkeit -, ihre Fragestellungen und Antworten, ihre bildnerischen Strategien und künstlerischen Haltungen sind sehr verschieden und bieten ein vielschichtiges Angebot zur Auseinandersetzung.
Zwei der Künstler stammen direkt aus Gera: Christoph Beer, Jahrgang 1975, und Erik Buchholz, Jahrgang 1969. Christoph Beer zeigt seine fotografischen Studien. Er erhielt 2001 den Jugendmedienpreis der Sparkasse, studierte Industrie- später Kommunikationsdesign. Erik Buchholz studierte nach einer Lehre und Arbeit als Kfz-Mechaniker an der Bauhaus-Universität Weimar in der Studienrichtung Freie Kunst und errang 2002 das Diplom. Er ist in der Ausstellung mit Malerei vertreten.


( Helga Schubert, 23.07.2004 )

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