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Geraer Unternehmen auf Erfolgskurs

Da kurven durch Gera flotte Kleintransporter mit der Aufschrift "ERV". Unter diesen drei Buchstaben kann sich nicht gleich jeder etwas vorstellen. Was steckt dahinter?
Auf den Autos sind nicht nur die drei Buchstaben "ERV" (sprich: "E-Er-Vau") zu sehen, sondern auch unsere lustige Werbefigur "E-Schrotti". ERV ist also die Abkürzung für "Elektronik-Recycling & Verwertung GmbH Ostthüringen". Sitz unseres Unternehmens ist in der Geraer Hainstraße.

Kürzlich gab’s bei Euch eine ordentliche Feier. Hatten Sie einen runden Geburtstag?
Unsere Firma hatte einen runden Geburtstag. Wir sind nämlich vor zehn Jahren, im Mai 1994, gegründet worden. Ursprünglich befanden wir uns in der Wiesestraße 107 (ehemals Elektronik Gera). Damalige Gründungsmitglieder waren die Otegau, die OTEV (die jetzige TEAG) und die Geraer Stadtwirtschaft GmbH. Es ging bescheiden los mit drei fest angestellten Mitarbeitern und zehn ABM-Kräften. Heute zählen wir nach Geschäftsfelderweiterung inzwischen 18 Beschäftigte. Wir verfügen über mehrere moderne Fahrzeuge, alles Kleintransporter.
Bei der Geburtstagsfeier wollten Sie keine Blumen oder andere Aufmerksamkeiten entgegennehmen. Warum denn das?
Wir baten alle Gratulanten, lieber unsere Aktion für die Kinderheime der Geraer Heimbetriebsgesellschaft zu unterstützen und Spielgeräte zu spenden. Das taten unsere Gäste in einer erfreulichen Menge. Wir selbst gestalteten im Kleinstheim Kurt-Keicher-Straße die Grünfläche. Es machte Spaß, die leuchtenden Kinderaugen zu sehen.

Welche Dienstleistungen haben Sie in Ihrem Angebot?

Wir sammeln und verwerten sämtlichen Elektronikschrott aus Haushaltungen, Verwaltungen und Gewerbe, inbegriffen auch Demontage vor Ort. Da geht es vor allem um Fernseher, Radios, Computer, Kopierer, Kühlschränke, Medizintechnik, Telefonanlagen, Waschmaschinen und Schaltschränke. Jährlich fallen bundesweit 1,5 Millionen Tonnen Elektronikschrott an, wovon leider oft noch erhebliche Mengen der Altgeräte mit dem Hausmüll auf die Deponie wandern. Wir aber möchten unter dem Leitgedanken "Verwerten statt Verwerfen" zur stofflichen Verwertung und umweltgerechten Entsorgung des E-Schrotts beitragen.
Seit 1996 bieten wir auch Reparaturleistungen an für solche Geräte, für die sich eine Instandsetzung lohnt. Dazu gibt es in der Hainstraße 17 eine Fachwerkstatt mit Verkaufsraum. Dieser Service wird von der Bevölkerung gerne genutzt. So interessieren sich zum Beispiel besonders junge Leute für Computerzubehör und Ersatzteile.
Da aber insgesamt weniger Elektronikschrott anfällt, nahmen wir Ende 2003 eine Erweiterung unseres Geschäftsfeldes vor. So sehen wir eine Marktlücke in der Beräumung und Entkernung von Gebäuden, der Pflege von Grünflächen, dem Winterdienst, bei Erschließungs- und Tiefbauarbeiten sowie bei Transportleistungen bis 3,5 Tonnen.
Von den Bürgern ebenfalls gern in Anspruch genommen, ist als weitere Dienstleistung unser sogenannter Sperrmüll-Express. Zu fairen Preisen entsorgen wir komplette Wohnungseinrichtungen. Die geräumte Wohnung wird besenrein übergeben.

Was geschieht mit den von den Bürgern abgegebenen Geräten?
Sie werden nach den umfangreichen Vorschriften des Bundesumweltministeriums fachgerecht zerlegt und entsorgt. Was wertvoll ist (z.B. Edelmetalle und Eisenschrott) wird dem Wirtschaftskreislauf wieder zugeführt. Deshalb spricht man ja von "Recycling". Den Restmüll lassen wir zur Deponie Untitz bringen.

Wie behaupten Sie sich gegenüber der Konkurrenz?

In all den Jahren unseres Bestehens haben wir stets schwarze Zahlen geschrieben. Auch der Jahresabschluß 2003 war trotz der genannten Probleme positiv. Auf dem Sektor Elektronikschrott hält sich die Konkurrenz in Grenzen. Um unser Aufkommen zu erhöhen, haben wir einen neuen Gesellschafter mit ins Boot genommen. Es handelt sich um den größten bundesdeutschen privaten Entsorger RETHMANN. So erfassen wir jetzt beispielsweise anfallenden E-Schrott und erbringen Dienstleistungen im gesamten Thüringer Raum und sogar darüber hinaus. Das ist mit einer kleinen Namensänderung verbunden. Hinter ERV verbirgt sich nun "Entsorgung, Recycling & Verwertung".

(Das Gespräch führte
Harald Baumann)

( 23.07.2004 )

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