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Aber nicht ohne mein Seil!

So weit hat sie in ihrem jungen Artistenleben selten vorausgeschaut: Am 26. Juli ist ihr erster Tag von fünf Monaten Trainingszeit im belgischen La Louviere. Üben für eine neue theatralische Ensembleshow in Las Vegas. Noch vor dem Jahreswechsel soll die Crew über den großen Teich fliegen und weiter proben, damit ab der Premiere im April 2005 der Erfolg absehbar oder gesichert ist. Die Geraer Vertikalseil-Artistin Petra Lange freut sich auf eineinhalb Jahre Showtime im glitzerbunten Unterhaltungsparadies Amerikas. Damit hat zwar das Tingeln der letzten Zeit in Deutschland mit gelegentlichen Engagements im Ausland ein Ende. Wahrscheinlich muß sogar ihre gewohnte, komplette Auftrittsnummer am Tau auf ein Irgendwann-wieder-einmal warten. Und sie wird wohl eine unter 60 Leuten, von Clown bis Synchronschwimmerin, Turmspringer, Boden- oder Luftakrobat, in einer Company sein. Aber es ist noch einmal Zeit, viel zu lernen und freilich auch zu (er)leben.

Die Weltenbummlerin, die nach aufgegebenem Studium in Londons Zirkusschule "circus space" zur Artistik umsattelte; seither für länger in Ländern wie Frankreich oder Kanada gastierte, war mit der letzten Zeit in Deutschland nicht so ganz glücklich. In Gera hatte sie Gelegenheit, ihr Seilprojekt auszubauen. Ihr Vater und Freunde hatten mit viel Liebe für sie an Werbeprodukten gearbeitet. Nach der "JA - für Gera"-Gala im März nahm man zu Hause wieder mehr Notiz von der kleinen Blonden. Aber: Selbst einige der bekannteren Veranstalter stecken in Schwierigkeiten. Ein Berliner Projekt ist insolvent. Petra hatte auch lange Zeit auf Chancen im GOP-Variete mit verschiedenen Standorten gehofft.

Dann kam für Oktober 2003 die Einladung zum Casting nach Paris. Regisseur Franco Dragone, der schon für den "cirque soleil" die "O"-Show (eau = Wasser) inszenierte, läßt sich auf das Abenteuer Las Vegas ein. Auf ihn setzt die ehemalige Turnerin, auch wenn sie dafür den Tauchschein machen mußte oder mehr schauspielerische und körperliche Ausstrahlung zeigen sollte. Inzwischen hat sie sich die z.B. mit typgerechten Fotos aus einem Shooting in Lothar Pötzls bodypainting-Studio ohnehin selbst bewiesen. Es kann losgehen! Die Wohnungseinrichtung wandert in ein Lager.

Petra zieht in die Welt. Ihr so vertrautes Seil geht mit. Immerhin hat sie ja vorerst an Wochenenden frei und könnte noch so manchen Auftritt in Europa machen, soll sie zum Presseball in Magdeburg oder bei Geras UNICEF-Gala im November dabei sein. Aber Las Vegas, die andere Show für ein nagelneues Hotelressort ruft. Also: "Tschüß, Deutschland".

( Thomas Triemner, 09.07.2004 )

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