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Junge Kunst wurde eigenARTig

"Ist ganz junge Kunst etwas erwachsener geworden, weil sie aus dem ‚Guckkasten‘ herausgekommen und ‚eigenARTig‘ geworden ist?" wollte Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Gera-Greiz Wolfgang Reichert zur Eröffnung der Ausstellung "eigenARTig! Ganz junge Kunst 2004" in der Orangerie wissen. Die einzelnen Ausstellungsstücke wolle er nicht interpretieren, meinte er schmunzelnd. Das überlasse er anderen. Er sei ein Mensch der Zahlen. Da kenne er sich aus, und deswegen freue er sich, 22 Preisträger auszuzeichnen. Sie erhielten neben der Urkunde einen Minigoldbarren oder einen Gutschein. Zur Eröffnung waren viele junge Kunstbegeisterte mit Eltern und Großeltern gekommen. Sie erlebten auch andere junge Kunst: Schüler der Musikschule zeigten als Band "Itern" unter Leitung von Klaus Recknagel moderne Musikinterpretationen und eine Gauklergruppe vom Jugendpfarramt ihr Können.
Zum sechsten Mal wurde der Wettbewerb für Kinder- und Jugendkunst der Stadt Gera, der von der Sparkasse gefördert wird, durchgeführt. "Und es wird auch ein siebentes Mal geben", versprach der Vorstandschef. Der biennale Wettbewerb - er wechselt sich mit dem Mal- und Zeichenwettbewerb Goldener Spatz ab - rief Schüler aus der Stadt Gera und dem Kreis Greiz ab zwölf Jahre auf, sich mit ihren künstlerischen Arbeiten zu beteiligen und einer kompetenten Jury vorzustellen. "Da die Qualität der eingesandten Schülerarbeiten im Laufe der Jahre stets gewachsen ist, wurde aus dem bisherigen ‚Guckkasten‘ der Name ‚EigenARTig!‘ gewählt", erklärte Museumspädagogin Gisela Kerekes die Namenswandlung.
In diesem Jahr hatte die Jury, in der sich auch der bekannte Geraer Grafiker Rolf F. Müller befand, über 1197 Schülerarbeiten von Regelschulen, Gymnasien, Förderschulen, Berufsbildenden Schulen und Freizeiteinrichtungen zu befinden. Darunter befanden sich 1055 Arbeiten auf Papier, Pappe und Seide, 81 Fotografien und 61 plastische Objekte. ""Es war nicht einfach, die Preisträger zu ermitteln", resümierte Rolf F. Müller, denn es sei ein hoher künstlerischer Anspruch, Fantasie und auch handwerkliches Können und Begabung zu erkennen.
In der Ausstellung in der Orangerie sind 285 Arbeiten zu bewundern. Sie geben einen interessanten Einblick in die gegenwärtigen Tendenzen, sich malerisch, grafisch und plastisch im Kunstunterricht oder in der Freizeit auseinander zu setzen. Die jungen Künstler reflektierten ihre ganz persönliche Sicht auf die Umwelt, Kunst und Geschichten - so auch der Aufruf zum Wettbewerb und zeigten Experimentierfreude. Die Ausstellung macht deutlich, dass junge Leute durchaus mehr können als Wände und Häuser besprühen und verunstalten. Hier in der Orangerie sieht man so viel Kreativität und unglaublichen Ideenreichtum. Das lässt hoffen. Kulturdirektor Dr. Rüdiger Wiese versprach, Arbeiten von jetzt und aus früheren Wettbewerben in Geras Partnerstädte zu schicken. In Gera ist die Ausstellung bis zum 4. Juli zu sehen.




( Helga Schubert, 18.06.2004 )

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