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Öffnung des Gessentals beginnt

Vom 11. Juni bis zum 3. September 2004 ist die Mitte-Deutschland-Verbindung der Bahn zwischen Gera und Ronneburg für den Zugverkehr unterbrochen. Zwischen Gera Hbf. und Schmölln fahren in dieser Zeit Ersatzbusse mit teilweise geänderten Fahrzeiten. Die Bahn bittet die Reisenden um Verständnis. Grund für die Sperrung ist der Bau einer Bahnbrücke in diesem Abschnitt. Die Brücke über das Gessental ist Bestandteil der Bundesgartenschau 2007 in Thüringen. Gastgeber der Schau sind die Stadt Gera und der Landkreis Greiz mit der Stadt Ronneburg. Beide Städte werden landschaftsgestalterisch durch das Gessental verbunden. Bisher ist die Sicht- und Klimaverbindung von Ronneburg in das Gessental durch einen 1964 als Umfahrung des Wismutgeländes errichteten Bahndamm der Strecke Gößnitz - Greiz versperrt. Jetzt wird der Bahndamm und damit der Blick in das Gessental geöffnet und mit einer Brücke überspannt. Somit ist die Sicht-Verbindung zwischen der Stadt bzw. dem Schloss Ronneburg und der hier entstehenden landschaftsarchitektonischen Maßnahme "Neue Landschaft Ronneburg" frei. Die so genannte Buga-Brücke überspannt den künftigen Einschnitt im Bahndamm als architektonisch ansprechendes Bauwerk und fügt sich in die Gesamtkonzeption ein.
Während der Bahnsperrung wird zunächst die Brücke errichtet. Die moderne stählerne Stabbogenbrücke ist 78 Meter lang und 7,80 Meter breit. Dabei hängt die eingleisige Fahrbahn der Bahn mit zwanzig parallel angeordneten Stäben an alles überspannenden Stahlbögen, die mit 15,20 Metern den höchsten Punkt des Bauwerks markieren. Eine Besonderheit ist, dass die Konstruktion, dem Strek-kengleis folgend, einen Bogen über das Tal beschreibt. Damit die Brücke auf soliden Widerlagern ruht, werden zunächst sogenannte Bohrpfähle eingebracht, auf denen die Fundamente der Widerlager errichtet werden. Die 36 Bohrpfähle, 18 auf jeder Seite, bringt ein spezielles Großgerät in das Erdreich ein. Die Pfähle haben einem Durchmesser von 1,20 Meter und reichen bis in eine Tiefe von 28 Meter. Ab 18. Juni beginnen die Bohrarbeiten.
Die stählernen Brückenteile sind vorgefertigt und werden ab 16. Juni aus Nordhausen angeliefert. Ein Montagekran fügt die 16 Teile an Ort und Stelle zusammen. Mitte August wird die Brücke dann komplett in die Gleisachse geschoben, die Gleise werden verlegt und die Verbindungen zum Bahnnetz wieder hergestellt, damit Anfang September der Zugverkehr wieder frei gegeben werden kann.
Danach wird unter der befahrenen Brücke der an seiner Krone 38 Meter breite Bahndamm in Form einer Kerbe bis auf die etwa 20 Meter tiefe Talsohle ausgehoben. Die anfallenden 78.000 Kubikmeter Erdmassen werden in den benachbarten Tagebau Lichtenberg gebracht. Der Abschluss der Baumaßnahmen ist für Ende 2004 vorgesehen.

( 11.06.2004 )

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